Euphorbia Lactea Cristata - Pflege, Krankheiten und Schädlinge

Euphorbia Lactea Cristata - Pflege, Krankheiten und Schädlinge

Bei der Euphorbia Lactea Cristata handelt es sich um eine aufgepfropfte Pflanze. Als Unterlage für diese Pflanze wird ein gewöhnlicher Stamm der Euphorbia verwendet. Oben auf sitzt die wellige Cristata, die vielerlei Formen und Farben haben kann und über den Stamm mit Wasser und den notwendigen Nährstoffen versorgt wird.

kakteen5 flStandort und Pflege

Die Euphorbia Lactea Cristata braucht einen möglichst hellen Standort, sollte aber vor der Mittagssonne geschützt werden. Sie kann im Sommer

nach draußen gestellt werden, ist aber auch für die ganzjährige Kultur als Zimmerpflanze geeignet. In den Sommermonaten wird sie durchdringend gegossen, zwischen zwei Gießvorgängen sollte aber immer genügend Zeit bleiben, damit die Pflanzerde gut abtrocknen kann. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden, denn übrig gebliebenes Gießwasser im Übertopf lässt die Wurzeln faulen und sollte daher etwa zehn Minuten nach der Bewässerung entfernt werden. Im Winter wird die Euphorbia nur sparsam gegossen. Dann kann sie wahlweise weiter in einem Raum mit Zimmertemperatur oder etwas kühler stehen, 12° C sollten jedoch nicht unterschritten werden. In einem kühlen Raum kann das Gießen fast vollständig eingestellt werden.

Giftigkeit und Vorsichtsmaßnahmen

Die Euphorbia Lactea Cristata gehört zu den Wolfsmilchgewächsen. Diese Gewächse enthalten bei den Euphorbien einen milchigen Saft, der ätzend ist, Haut, Augen und Schleimhäute reizt und beim Verschlucken zu vielerlei Symptomen führen kann. Für Haushalte mit kleinen Kindern oder Haustieren sind diese Pflanzen daher nicht so gut geeignet, denn selbst aus kleinen Verletzungen an der Pflanze kann dieser Saft bereits austreten. Doch auch bei der Pflege der Euphorbien und einem eventuellen Schnitt sind entsprechende Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Auf die Haut gelangter Milchsaft sollte sofort entfernt werden, ist er bereits geronnen, kann er mit etwas Milch oder Creme entfernt werden. Bei Verätzungen der
Schleimhäute dagegen sollte ein Arzt aufgesucht werden.

Krankheiten und Schädlinge

Die Euphorbia gehört zu den Sukkulenten, die nur sehr wenig Wasser benötigen und dieses für einen langen Zeitraum speichern können. Krankheiten bei diesen Pflanzen sind meist auf zu viel Feuchtigkeit zurückzuführen und werden daher am besten durch eine Reduzierung der Wassergaben behandelt. Meist ist die Fäulnis dann aber bereits so weit fortgeschritten, dass die Pflanze nicht mehr zu retten ist. Um in diesem Fall den aufgepropften Teil der Cristata zu retten, ist eine neue Unterlage erforderlich, da sie allein nicht überleben kann. Wächst an der Unterlage ein neuer Trieb, sollte er entfernt werden, wenn die Pflanze noch klein ist, denn hierfür wird viel Energie benötigt, die beim Wachstum der Auflage fehlen würde. Von Schädlingen wird die Euphorbia Lactea Cristata dagegen nur selten befallen.

Pflege-Tipps


Euphorbia lactea fa. Cristata ist eine sehr auffällige Pflanze. Meist handelt es sich um aufgepfropfte Exemplare.

Der Standort sollte sehr hell sein, nach Möglichkeit recht sonnig. Die Pflanze mag auch Wärme und reagiert empfindlich auf niedrige Temperaturen. Um die 25 ºC sind ihr am liebsten. Das Pflanzsubstrat darf kein Torf enthalten. Ansonsten muss es sehr durchlässig und locker sein.  Die Erde kann Anteile von Humus, Sand, Bims-, Lava- und Granitsplit enthalten.

Gegossen wird nur wenig. Allerdings muss das

Pflanzsubstrat gut von Wasser durchdrungen sein. Das erreicht man auch, wenn man den Wurzelballen in Wasser taucht und er sich so richtig voll saugen kann. Anschließend muss überflüssige Feuchtigkeit ablaufen können. Keinesfalls darf die Pflanze in einem Untersetzer oder Übertopf mit Gießwasserresten stehen. Nasse Füße führen zu einem Faulen der Wurzeln und enden meist mit dem Absterben der Euphorbia lactea fa. Cristata. Gedüngt werden kann mit Kakteendünger, allerdings nur in der Wachstumszeit und dann alle 14 Tage.

Die Vermehrung der Pflanze ist einfach. Ab und zu zeigen sich neue Triebe, die man, sobald sie eine ordentliche Größe erreicht haben, abschneidet und sie neu bewurzeln lässt. Man kann sie auch durch Aussaat vermehren. Üblich ist ebenfalls das Aufpfropfen auf eine andere Pflanze. Das wird getan, damit sie sich schnell vermehren können und um die Form, das heißt den glatten Stamm und die Cristat- Krone zu erhalten. Unterlage (Stamm) und die Krone sind zwei verschiedene Pflanzen. Dabei versorgt der Stamm die gesamte Pflanze mit Wasser und Nährstoffen.