Birnenrost bekämpfen - gute Spritzmittel

Birnenrost bekämpfen - gute Spritzmittel

Wenn die Obstbäume im Garten erkranken, tut das einem richtigen Gartenliebhaber fast so weh, wie wenn ein naher menschlicher Bekannter erkrankt. Vor allem der Birnengitterrost gibt dem Birnbaum auch ein mitleiderregend krankes Aussehen: 

Birnengitterrost erkennen

birnbaum-weidenblaettrig_flIst der Birnbaum vom Birnengitterrost geplagt, erkennen Sie das an leuchtend orangeroten Punkten auf den Oberseiten der Blätter. Später bilden sich auf der Blattunterseite warzenähnliche Gebilde. Es gibt verschiedene Birnensorten, die als stark anfällig für den Birnenrost gelten, das sind die Sorten “Alexander Lukas”,

“Gute Graue”, “Vereinsdechant”, “Mollebusch” und “Williams Christ”. 
Weniger anfällig gegen Birnengitterrost sind “Bunte Juli”, “Condo” und “Gellert”, bei ihnen deuten blasige, rötliche Flecken häufig einen Befall mit Birnenpockenmilben an. Auch bei “Clapps”, “Doppelte Phillips”, “Gräfin von Paris”, “Gute Luise” und “Trevoux” wird man bei rötlich-bräunlichen Verfärbungen zuerst an Feuerbrand denken müssen, für den sie anfällig sind, während sie vom Birnengitterrost nicht als Erste befallen werden.

Birnengitterrost natürlich bekämpfen

Wenn der Birnengitterrost identifiziert ist, muss er vor allem bei jungen Obstbäumen bekämpft werden, bei ihnen kann der Befall
mit Birnengitterrost ernsten Schaden anrichten. Ältere Bäume können mit dem Befall zwar gut leben, können aber weniger Früchte tragen. Birnengitterrost wird hervorgerufen durch den Pilz Gymnosporangium sabinae. Dieser Pilz lebt auf wechselnden Wirten, im Sommer wohnt er auf der Birne, im Winter kann er nur auf bestimmten Wacholderarten überwintern. Von diesen aus befällt er im Sommer erneut die Birne.

Die logische erste Bekämpfungsmaßnahme wäre also die Heilung der Wacholder. Und zwar aller Wacholder im Umkreis von rund 20 Kilometern, was dieses Vorgehen ziemlich aussichtslos erscheinen lässt. Es geht jedoch nur um einige Wacholderarten, Juniperus sabina (Sadebaum), J. chinensis und J. pfitzeriana und deren Hybriden. Unser heimischer Heide-Wacholder (Juniperus communis) ist kein Überträger des Birnen-Gitterrosts. 

Können Sie sicherstellen, dass es in der Umgebung nur eine überschaubare Zahl an Wacholdern gibt, kann die Heilung versucht werden: Keulige Verdickungen mit orangefarbenen Auswüchsen werden bis ins gesunde Holz zurückgeschnitten, stark befallene Wacholder sollten ganz entfernt werden. Eine chemische Bekämpfung am Wacholder soll nicht möglich sein.

Bei der Birne selbst sollten erste befallene Blätter sofort gepflückt werden, auch kann im Frühjahr ein Stärkungsmittel wie Neudo-Vital Obst-Pilzschutz gespritzt werden. Empfohlen wird weiter, nicht zu viel Stickstoff zu düngen, da er die Pflanzen anfälliger gegen den Pilzbefall machen soll.

birne_flBirnenrost mit Spritzmittel bekämpfen 

COMPO Duaxo Universal Pilz-frei soll das einzige Fungizid sein, das zurzeit offiziell gegen Birnengitterrost zugelassen ist. Die Behandlung sollte dann vorbeugend, mehrmals ab beginnendem Austrieb, erfolgen, soll aber auch noch nach dem Auftreten der ersten Symptome möglich sein. Helfen soll jedoch auch das Pilzfrei Ectivo von Celaflor, das eigentlich zur Schorfbekämpfung ausgewiesen ist.