Im eigenen Garten einen Fischteich anzulegen, wird in den hiesigen Regionen immer mehr zum Trend. Doch auch die Fische im Teich müssen gut versorgt werden. Vor allem das richtige Füttern ist besonders wichtig. Dies hängt vor allem von der Umgebung und den hier lebenden Insekten, der Jahreszeit und der Bepflanzung des Gartenteichs ab.

Nach Jahreszeiten füttern

Je nachdem, welche Jahreszeit gerade beginnt, sollten auch die Fische im Teich gefüttert werden. Für jede Saison gibt es das spezielle Futter, da jede Jahreszeit auch ihre besonderen Anforderungen besitzt. Vor allem die Wassertemperatur spielt so bei der Fütterung eine große Rolle. So
benötigen die Fische das Futter gemäß den Jahreszeiten wie folgt:
  • Frühling, viele Vitamine und Nährstoffe
  • kein Winterfutter mehr verwenden
  • geeignet Wheatgerm-Futter enthält Kohlehydrate und Eiweiß
  • mit Sommerfütterung beginnen, wenn die Wassertemperaturen über 14° C steigen
  • mehr Eiweiß und Proteine im Futter
  • vor allem, wenn Jungtiere im Teich schwimmen
  • im Herbst wird das Sommerfutter mit dem Winterfutter gemischt
  • wenn die Wassertemperaturen zwischen 20°C und 16°C liegen
  • ab 12°C Wassertemperatur sollte nur reines Winterfutter gegeben werden
  • Winterfutter enthält weniger Eiweiß und ist leicht verdaulich
Da auch die Fische im Teich im Winter ein wenig in Ruhe gehen und vor allem in dieser Zeit auch nicht mehr wachsen, benötigen sie weniger Nährstoffe und Eiweiß, als in den Frühlings- und Sommermonaten. Daher ist es wichtig, dass das Futter den Jahreszeiten entsprechend angepasst wird.

Tipp: Werden die Fische immer zur gleichen Zeit am gleichen Ort gefüttert, dann werden die Tiere sich dies merken. Denn auch Fische haben eine "innere Uhr" und werden sich bereits kurz vor der Fütterungszeit an der Futterstelle befinden und warten.

Wassertemperatur und Futtermenge

GoldfischeDie Futtermenge für den Fischteich ist nicht nur abhängig von der Anzahl und der Größe der hierin lebenden Fische, auch die Wassertemperatur spielt bei der Futtergabe eine entscheidende Rolle. So sehen die Futtermengen wie folgt aus:
  • bei Temperaturen zwischen 20°C - 26°C wird ein Prozent des Fischgewichts gefüttert
  • nur wenn keinerlei Naturnahrung im Teich vorhanden ist
  • Menge auf drei bis fünf Fütterungen täglich aufteilen
  • bei Temperaturen höher als 26° C
  • Futtermenge halbieren
  • es
    drohen ansonsten Ammoniakvergiftungen
  • über 30° C Wassertemperatur können Fische fasten
  • Teich mit Frischwasser kühlen und nach Abkühlung füttern
  • bei Temperaturen unter 20° C
  • ein bis zweimal am Tag füttern
Fallen die Temperaturen des Teichwassers im Winter noch weiter und unter 10 ° Celsius, dann sollten die Fische nicht mehr täglich gefüttert werden. Hier reicht es, wenn sie alle zwei bis drei Tage eine geringe Futtermenge vom Winterfutter erhalten.

Tipp: Wer die Filteranlage im Winter bei Temperaturen unter 8° Celsius ausschaltet, darf die Fische gar nicht mehr zufüttern. Soll dennoch weiter gefüttert werden, müssen häufige Wechsel von Teilen des Wassers eingeplant werden. Ansonsten befindet sich im Wasser zu wenig Sauerstoff, um das Leben der Fische zu garantieren.

Tägliche Fütterung

Auch bei der täglichen Fütterung ist noch einiges zu beachten. Diese macht vor allem den Kindern einer Familie einen großen Spaß. Dennoch sollten die Kinder nicht mit der Fütterung allein betraut werden, da es ansonsten zu einer Überfütterung kommen könnte. Das Futter setzt sich dann auf dem Teichboden fest und verhindert mit der Zeit die ausreichende Sauerstoffbildung im Wasser. So sollte bei der täglichen Fütterung wie folgt vorgegangen werden:
  • nur so viel füttern, wie Fische in wenigen Minuten fressen
  • ansonsten sinkt ungenutztes Futter auf den Boden
  • trübt so die Qualität des Wassers
  • regelmäßig aber wenig füttern
  • Futter immer groß verteilen
  • so kommen auch schwächere Tiere an Futter
  • Jungfische in der Aufzucht benötigen mehr Futter
  • mehrmals täglich füttern
  • gelegentlich einen Fastentag einlegen
  • Fische werden nicht verhungern
So können die Fische im Teich auch mehrere Tage, etwa bei einem Kurzurlaub, sich selbst überlassen werden. Denn oft meinen es die freundlichen Nachbarn zu gut mit den Fischen und füttern zu viel.

Tipp: Gerade bei einer Fütterung mit dem handelsüblichen Flockenfutter kann bei großen Mengen viel auf dem Teichboden landen. Befinden sich nur Kois oder Goldfische im Teich, die das Futter in der Regel von der Teichoberfläche saugen, kann das Futter auf dem Boden dem Teichwasser in der Qualität schaden. Abhilfe schaffen hier Goldschleien oder Gründlinge, die den Boden auf ihrer Futtersuche säubern.

Abwechslung beim Fischfutter

Shubunkin - GoldfischWichtig ist
auch, dass die Fische Abwechslung beim Futter erhalten. Im Handel werden zahlreiche verschiedene Futtersorten angeboten, die entweder sehr vitaminreich, mineralienhaltig oder auch viel Spurenelemente enthalten, die vor allem in dem Gartenteich für eine gesunde Fauna benötigt werden. So sind die folgenden Futtersorten im Wechsel besonders zu empfehlen:
  • Granulat-Futter, in den Varianten Winter- oder Sommerfutter
  • Lebendfutter, sehr nahrhaft und gut für die Gesundheit
  • Frostfutter, für die Wintermonate geeignet
  • Fischfutter in Tablettenform, nur für kleine Teiche geeignet
  • Flockenfutter
  • Fischfutter als Sticks lösen sich nicht auf und sinken nicht ab
  • Trockenfutter, sind getrocknete Insekten und Kleintiere
Enthält das Fischfutter viele Vitamine und Mineralien, dann stärkt dies das Immunsystem der Fische. Bei Goldfischen oder auch Kois können dem im Handel erworbenen Fischfutter auch Haferflocken oder Graupen untergemischt werden, diese Abwechslung mögen die Fische.

Tipp: Sollen die Fische zutraulich werden und nach einiger Zeit aus der Hand fressen, gelingt dies besonders gut, wenn hierzu weiche Brotstücke genutzt werden, die auf die Wasseroberfläche gelegt werden. Dies sollte jedoch die Ausnahme bleiben.