Der im tropischen Afrika heimische Drachenbaum wird mit mehr oder weniger intensiv gemusterten Blättern angeboten. Besonders filigran sind die weißen Blüten, die sich bei Zimmerkultur aber nur selten ausbilden. Aber auch ohne Blüten vermitteln diese Blattschönheiten einen Hauch von Exotik. Zudem können sie der Raumluft gesundheitsgefährdende Substanzen wie Formaldehyd, Xylol und Benzole entziehen.

Steckbrief

  • Botanischer Name: Dracaena surculosa
  • Deutscher Name: Drachenbaum
  • Pflanzenfamilie: Spargelgewächse (Asparagaceae)
  • Herkunft: tropisches Afrika
  • Wuchs: langsam, bambusartig
  • Wuchshöhe: 60-70 cm
  • Blüte: filigran, weiß, stark duftend
  • Blütezeit: Januar bis Dezember
  • Blatt: oval, dunkelgrün, leicht gepunktet
  • Giftigkeit: leicht giftig
  • Verwendung: Zimmerpflanze für den Innenbereich

Standort

Der Drachenbaum 'Dracaena surculosa' mag es warm und hell. In der Regel kommt er sowohl an hellen als auch halbschattigen Standorten gut zurecht. An einem hellen Platz ist die schöne Blattzeichnung besonders ausgeprägt und je dunkler er steht, desto

grüner sind die Blätter. Direkte Sonneneinstrahlung sollte jedoch vermieden werden, sie könnte die Blätter verbrennen.

Vermeiden sollte man auch Zugluft und Austrocknung. Entsprechend ihrer Herkunft ist die Pflanze auf möglichst konstante Temperaturen angewiesen. Die sollten tagsüber idealerweise zwischen 20 und 25 Grad liegen und nachts möglichst nicht unter 15 Grad fallen. Den Sommer über kann der Drachenbaum auch im Garten, auf Balkon oder Terrasse an einem vor praller Sonne geschütztem Platz stehen.

Substrat

In Bezug auf das Substrat ist diese Pflanze nicht wählerisch. So kann man problemlos handelsübliche Kübel- oder Zimmerpflanzenerde verwenden, die man mit Sand oder Kies auflockert. Auf Torf sollte man der Umwelt zuliebe möglichst verzichten. Der pH-Wert sollte schwach sauer bis neutral sein bzw. zwischen 5,5 und 7 liegen. Auch spezielle Palmerde käme infrage. Wer möchte, kann sich selbst eine geeignete Substratmischung herstellen. Die kann aus jeweils einem Drittel handelsüblicher Blumenerde und lehmhaltiger Gartenerde sowie einem Sechstel groben Sand und Bimskies bestehen.

Tipp: Wichtigster Faktor ist eine gute Durchlässigkeit. Verdichtete Substrate können dazu führen, dass es zur Bildung von Staunässe kommt, was wiederum zu Fäulnis im Wurzelbereich und damit verbundenem Blattverlust führt.

Pflegeanleitung

Generell ist diese Drachenbaumart sehr anspruchslos und kommt mit relativ wenig Pflege aus. Das setzt natürlich den richtigen Standort und eine bedarfsgerechte Versorgung voraus. Kleinere Pflegefehler verzeiht sie in der Regel und erholt sich schnell wieder.

Gießen

  • Wasserbedarf von Temperatur, Lichtintensität und Größe der Pflanze abhängig
  • Braun oder gelb verfärbte Blätter, Anzeichen für zu viel Nässe
  • Substratoberfläche vor jedem Gießen gut abtrocknen lassen
  • Wurzelbereich sollte zu keiner Zeit komplett austrocknen
  • Auch Staunässe wird nicht vertragen
  • Zum Gießen möglichst Regen- bzw. kalkarmes Wasser verwenden
  • Gilt auch für Exemplare in Hydrokultur
  • Wasserstand kann kurzzeitig auch mal 0,0 anzeigen

Tipp: Da diese Zimmerpflanze eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigt, ist regelmäßiges Besprühen mit weichem Wasser empfehlenswert.

Düngen

Erdkultur

Drachenbaum - Dracaena surculosaFrisch gekaufte oder umgetopfte Pflanzen müssen erst einmal nicht gedüngt werden. Ansonsten düngt man während der Wachstumsphase, etwa von April bis einschließlich September. Geeignet sind Volldünger in fester und flüssiger Form sowie Langzeitdünger in Form von Düngerstäbchen. Idealerweise gibt man dem Flüssigdünger den Vorzug, da sich feste Volldünger nicht so gut dosieren lassen. Er wird alle zwei Wochen mit dem Gießwasser entsprechend der Vorgaben des jeweiligen Herstellers verabreicht. Ab dem Spätsommer bis in den Herbst hinein müssen die Düngergaben reduziert und dann komplett eingestellt werden.

Hydrokultur

Bei Hydrokulturen dienen kleine Tonkügelchen als Substrat. Die haben den Nachteil, dass sie keinerlei Nährstoffe enthalten oder speichern können. Dementsprechend müssen sie von April bis September in Form von Flüssigdüngern zugeführt werden. Dabei ist insbesondere darauf zu achten, den jeweiligen Dünger nicht pur bzw. unverdünnt zu verabreichen. Anderenfalls könnte er die empfindlichen Wurzeln verbrennen. Vor allem für die Blütenbildung kann die richtige Düngung entscheidend sein, auch wenn Dracaena surculosa in Zimmerkultur nur selten Blüten entwickelt.

Schneiden

  • Rückschnitt nicht zwingend erforderlich aber möglich
  • Wenn Pflanze schwächelt, oder bessere Verzweigung gewünscht ist
  • Oder an ungünstigem Standort lange, kraftlose Triebe gebildet hat
  • Zusätzlich zum Schneiden, geeigneteren Standort suchen
  • Rückschnitt jederzeit
    möglich
  • Optimaler Zeitpunkt im Frühjahr
  • Kurz vor der Phase des intensivsten Wachstums schneiden
  • Bei ungünstigem Zeitpunkt, länger auf Austrieb warten
  • Schnitt an nahezu jeder beliebigen Stelle möglich
  • Aber immer auf Höhe eines Blattansatzes
  • Schnittmaßnahmen bringen mehr Licht ins Pflanzeninnere
  • Lassen die Pflanze kompakter nachwachsen

Überwintern

Als Zimmerpflanze benötigt Dracaena surculosa ganzjährig ein eher warmes Plätzchen. Die optimale Überwinterungstemperatur liegt zwischen 15 und 18 Grad. Ein kurzzeitiges Absinken auf unter 15 Grad wird toleriert. Länger sollte er derartigen Temperaturen jedoch nicht ausgesetzt sein, ansonsten würde er schnell die Blätter hängen lassen. Auch im Winter möchte er hell aber nicht sonnig stehen. Gegossen wird während der kalten Jahreszeit weniger, ohne dass der Ballen komplett austrocknet.

Auf Dünger sollte komplett verzichtet werden. Während der Heizperiode ist die Raumluft meist sehr trocken. Da der Drachenbaum aber zu jeder Jahreszeit eine hohe Luftfeuchtigkeit benötigt, sollte er insbesondere im Winter regelmäßig mit Wasser besprüht werden. Zudem ist es ratsam, seine Blätter in gewissen Abständen mit einem feuchten Tuch von Staub zu befreien.

Umtopfen

Eine neu gekaufte Drachenbaumpflanze sollte möglichst direkt nach der Anschaffung umgetopft werden. Für alle anderen Exemplare ist es ratsam, sie etwa alle zwei Jahre umzutopfen. Normale Blumenerde, auch die mit Torfanteil, neigt mit der Zeit dazu zusammenzusacken, wodurch sie sich verdichtet. Das beeinträchtigt die Durchlässigkeit des Substrats und somit auch die Verfügbarkeit von Sauerstoff. Das kann dieser Pflanze stark zusetzen. Der neue Topf sollte etwa 20 % größer sein und mit einer Drainageschicht ausgestattet sein. Die Pflanze wird aus dem alten Topf genommen, und die lose Erde vom Ballen entfernt. Danach wird sie in den neuen Topf in frisches Substrat eingesetzt und angegossen.

Umstellen von Erd- auf Hydrokultur

Dracaena surculosa kann auch sehr gut in Hydrokultur gehalten werden, was einige Vorteile hat. Sie erleichtert zum einen die Pflege und auch die Gefahr von Staunässe oder Pilzkrankheiten besteht bei richtiger Handhabung nicht. Es gibt keine Erde, die regelmäßig ausgetauscht werden muss, erdbewohnende Schädlinge und Schimmel haben keine Chance. Das aus kleinen Tonkügelchen bestehende Substrat ist über Jahre hinweg stabil.

Drachenbaum - Dracaena surculosaUmgetopft werden muss nur, wenn der Topf zu klein bzw. der Wurzelballen zu groß geworden ist. Auch Allergiker können aufatmen. Am besten ist es natürlich die Pflanzen von Anfang an in Hydrotöpfen zu kultivieren. Sie später von Erd- auf Hydrokultur umzustellen, ist schwieriger und wesentlich stressiger für die Pflanzen, aber dennoch möglich. Der beste Zeitpunkt hierfür ist im Frühjahr. Die umzusetzende Pflanze sollte grundsätzlich noch jung sein.

Anleitung

  • Pflanze aus dem Topf nehmen und Erde vom Wurzelballen entfernen
  • Mit schwachem Wasserstrahl, letzte Erdreste herauswaschen
  • Wurzeln dabei so wenig wie möglich beschädigen
  • Faulstellen und gelbe Blätter entfernen
  • Dann Hydrogefäß zu etwa einem Viertel mit Tonkügelchen befüllen
  • Anschließend die Pflanze mittig einsetzen
  • Mit Granulat auffüllen
  • Wurzeln sollten mit einer Schicht Granulat bedeckt sein
  • Topf zwischendurch mehrmals aufstoßen, um Lücken im Substrat zu schließen

Nach dem Umtopfen

Nun müssen die Wurzeln der betreffenden Pflanze eine gewisse Länge erreichen, um an das Wasser im Reservoir vordringen zu können. Dazu hält man die Blähtonkügelchen zunächst konstant feucht und stellt den Drachenbaum für zwei bis drei Wochen an einen halbschattigen Platz mit hoher Luftfeuchtigkeit. Sobald das reguläre Wachstum begonnen hat, kann entsprechend des Wasserstandsanzeigers Wasser bis zur Optimum

Markierung aufgefüllt werden. Jetzt ist auch der richtige Zeitpunkt einen geeigneten Langzeitdünger zu verabreichen. Ein- bis zweimal pro Woche wird der Wasserstand überprüft, mehr Pflege ist nicht notwendig.

Tipp: In Hydrokultur kann diese Zimmerpflanze an einem nicht zu heißen Standort, locker drei Wochen sich selbst überlassen werden. Das setzt jedoch voraus, dass der Wassertank zuvor bis zum Maximum des Wasserstandsanzeigers befüllt wurde.

Vermehren

Der Drachenbaum (Dracaena surculosa) lässt sich durch Stecklinge oder Teilung vermehren. Wir zeigen wie es richtig gemacht wird und was man beachten sollte:

Stecklinge

Die gängigste Methode der Vermehrung ist über Stecklinge. Die gewinnt man beispielsweise beim regulären Rückschnitt oder man schneidet sie im Frühjahr oder Sommer von der Mutterpflanze.

  • Stecklinge etwa 15 cm unterhalb der Triebspitze abschneiden
  • Schnittstelle an der Mutterpflanze mit Baumwachs versiegeln
  • Blätter etwa um die Hälfte einkürzen, um Verdunstung zu minimieren
  • Danach kleine Töpfe mit durchlässigem Anzuchtsubstrat befüllen
  • Oder ein Gemisch aus Erde und Sand zu gleichen Teilen verwenden
  • Frisch geschnittene Stecklinge in das vorbereitete Substrat stecken
  • Die Erde leicht andrücken
  • Substrat befeuchten und bis zur Bewurzelung konstant feucht halten
  • Stecklinge mit lichtdurchlässiger Folie abdecken
  • An einen hellen, nicht sonnigen und gleichmäßig warmen Platz stellen
  • Bodentemperatur sollte 24-25 Grad betragen

Alternativ zur Erdanzucht kann die Bewurzelung der Stecklinge auch im Wasserglas erfolgen. Man steckt sie in ein mit Wasser gefülltes dunkles Gefäß. Sobald sich Wurzeln gebildet haben, können sie eingepflanzt werden. Die Bewurzelung sowohl in Erde als auch im Wasser dauert etwa zwei bis drei Wochen.

Teilung

Diese Pflanze gehört dank ihrer halmartigen Stängel zu den Arten, die sich auch durch Teilung vermehren lassen. Dazu nimmt man sie im zeitigen Frühjahr aus dem Topf und schüttelt die lose Erde vorsichtig ab. Mit den Händen legt man die Wurzeln weitestgehend frei und entfernt beschädigte und faulige Wurzelteile. Dann trennt man sie in mehrere Teilstücke. Jedes von ihnen muss über ausreichend Wurzeln verfügen, um anwachsen zu können. Abschließend setzt man die neu gewonnenen Pflanzen ein und gießt sie gut an.

Krankheiten

Drachenbaum - Dracaena surculosaPflanzenkrankheiten sind sehr oft die Folge unzureichender Pflege oder ungünstiger Standortbedingungen. Das können starke Temperaturschwankungen sowie eine übermäßige Bewässerung oder Sonneneinstrahlung sein. Oft sind auch Fehler bei der Düngung oder häufiges Gießen mit Leitungswasser ursächlich. Um all dem vorzubeugen, sollte man auf optimale Umgebungsbedingungen und eine art- und bedarfsgerechte Pflege achten.

Schädlinge

Schildläuse

Unter ungünstigen Bedingungen sind die Pflanzen auch anfälliger für Schädlinge wie z.B. Schildläuse. Man erkennt sie an kleinen braunen Schildchen an Blättern und Stängeln. Zur Bekämpfung kann man die Schädlinge direkt mit Teebaumöl betupfen oder mit einer Schmierseifenlösung bestreichen und das Ganze mehrmals wiederholen. Zudem bietet sich der Einsatz von Schlupfwespen an. Chemische Mittel sollten nur zum Einsatz kommen, wenn der Befall schon sehr weit fortgeschritten ist.

Woll- oder Schmierläuse

Typisch für einen Befall mit Wollläusen sind kleine watteartige Gespinste. Die Blätter werden gelb, rollen sich ein und fallen schließlich ab. Betroffene Pflanzen sollten schnellstens von anderen isoliert werden. Dann empfiehlt sich die Bekämpfung mit einer Mixtur aus einem Liter Wasser, jeweils 15 ml Spiritus und Paraffinöl oder Kernseife. Das Gemisch trägt man mit einem Pinsel auf und wiederholt die Prozedur mehrmals, in Abständen von zwei bis drei Tagen.