Fadenalgen im Aquarium und Teich bekämpfen

Fadenalgen im Aquarium und Teich bekämpfen

Wenn dicke Kissen Algen im Wasser des Gartenteiches oder im Aquarium treiben, ist das immer ein Warnsignal, das etwas nicht stimmt mit der Wasserqualität oder dem ökologischen Gleichgewicht im Teich.

algeDie Algen nur herauszufischen reicht nicht aus, um dieses wieder herzustellen. Man muss die Ursache dafür herausfinden und sie Abstellen.

Fadenalgen

Fadenalgen sind weit verbreitet. Sie vermehren sich massenweise und werden schnell zur Plage. Fadenalgen entstehen meist dort, wo große Mengen Licht auf das Wasser treffen

und wo viele Nährstoffe vorhanden sind. Diese Algen entstehen meist in klarem Wasser. Sie bildet Teppiche aus Fasermaterial. In allen Wassertiefen treten Klumpen auf, welche die Filteranlagen verstopfen können. Selbst kleine Fische und andere Kleinlebewesen können sich darin verfangen. In alkalischem Wasser treten Fadenalgen besonders oft und in Mengen auf.

Ursachen

Fehlende Filtersysteme, zu viele Fische, zu kleines Aquarium oder zu kleiner Teich, zu viel Fischfutter, Laub im Teich, Einleitung von Dünger in den Teich, zu wenig Wasserpflanzen, zu viel Licht und andere Gründe können der Auslöser für Fadenalgen sein.

Ursachen beseitigen

Wenn zu viel Licht auf das Aquarium fällt, sollte man über Rollos oder Jalousien nachdenken. Auch kann man das Becken an einen etwas dunkleren Platz stellen. Beim Gartenteich muss man für eine ausreichende Beschattung sorgen. Nachpflanzungen in
Form von Gehölzen, Gräsern oder Schwimmpflanzen können eine direkte Lichteinstrahlung verhindern. Mehr Wasserpflanzen wirken Fadenalgen ebenso entgegen, beispielsweise die Wasserpest. Sie wächst sehr schnell und entzieht den Fadenalgen Nährstoffe und reichert das Gewässer mit Sauerstoff an. Die Lebensbedingungen der Fadenalge verschlechtern sich gravierend, sie geht zurück  und stirbt im besten Fall aus.

Fische sollten nicht zu viel gefüttert werden, ein futterfreier Tag in der Woche ist empfehlenswert. Bei Gartenteichen empfiehlt es sich, die flachen Uferstrände zu verkleinern, in denen sich das Wasser schnell erwärmt. Besser schafft man tiefere, senkrechte Ufer, die kühl sind. Hartes Wasser vermeiden. Regenwasser für den Teich verwenden. Fadenalgen abfischen!

Algenvernichter

Chemische Mittel sollten immer nur im absoluten Notfall zum Einsatz kommen. Sie machen das Wasser wieder sauber. Bei großen Teichen kann das aber schnell ins Geld gehen. Je stärker die Mittel sind, um so größer ist die Gefahr, dass Unterwasserpflanzen, Seerosen und auch Tiere geschädigt werden. Wichtig ist, die Dosierung einzuhalten und nicht zu oft zu bekämpfen. Besser ist, die Ursachen abzustellen.gartenteich2_fl

Am besten sind natürlich biologische Mittel wie „Fadenalgenstop“. Ebenfalls empfohlen wird Fermentgetreide, auch biologisch. Eine ganze Reihe Fadenalgenvernichter funktioniert auf der Basis von Fruchtsäuren, meist Zitronensäure. Das klingt erst man gut, habt aber entscheidende Nachteile. Zwar wird die Zellstruktur der Algen zerstört und sie sterben, aber wirkt die Säure nicht mehr auf die Algen, wird sie zu Dünger. Zusätzlich zu den abgestorbenen Algen, die auch als Dünger wirken, sorgt die abgebaute Fruchtsäure für eine weitere Düngung. Der Phosphorgehalt steigt. Die Algen wachsen stärker als vorher. Ein Kreislauf beginnt, den man nicht unterbrechen kann, es sei denn, man wechselt das komplette Wasser. Den Kiemen einiger Fischsorten bekommen die Fruchtsäuremittel auch nicht gut.