Mittel gegen Algen - welche Hausmittel helfen?

Mittel gegen Algen - welche Hausmittel helfen?

Welcher Aquariumliebhaber kennt es nicht - das Problem mit den Algen? Im Grunde genommen tritt es schließlich überall auf - völlig unabhängig von Form und Größe des Beckens - und trotzdem fällt es in kleineren Becken ganz besonders schwer, das biologische Gleichgewicht in einem angemessenen Rahmen zu halten.

aquarium2_flUrsachen der Algenbildung gibt viele. Zum einen ist der Standort des Aquariums sehr entscheidend, denn direktes Sonnenlicht kann gerade im Sommer die Algenbildung noch begünstigen. Zum anderen haben

natürlich Faktoren wie die Anzahl der Fische, zu häufige Fütterungen, schlechte Filterung oder auch die Wasserqualität einen großen Anteil an verstärkter Algenbildung.

Wenn man das Algenproblem wirkungsvoll bekämpfen möchte, so sollte man zuerst an genau diesen Punkten ansetzen, um etwas zu bewegen. Vielleicht füttert man wirklich zu häufig, hat zu viele Fische auf zu kleinem Raum oder belichtet das Aquarium einfach nicht korrekt. Geht man alle Punkte von oben nach unten durch, so findet man sicherlich bereits den einen oder anderen Punkt,
den man verbessern könnte, um die Wasserqualität und den Lebensraum der Fische zu verbessern.

Ganz und gar ungeeignet ist die Verwendung chemischer Mittel, da diese nur das oberflächliche Algenproblem bekämpfen - nicht aber dessen Ursachen. Nicht zu vergessen ist hierbei außerdem, dass bei dieser Art der Algenbekämpfung auch die anderen Wasserpflanzen unter den chemischen Waffen zu leiden haben und dadurch eventuell ebenso geschädigt werden, wie die Algen, auf die man es eigentlich abgesehen hat.

Als natürliche Algenvorbeuger in einem Aquarium werden zum Beispiel sehr gern Süßwasserkrebse oder auch Antennenwelse eingesetzt. Diese können zwar nicht das komplette Algenproblem lösen, es aber wenigstens deutlich mindern. Ebenso kann man die Aquariumlandschaft mit einem Stück Granit auf dem Aquariumboden bereichern. Dies sorgt nämlich zusätzlich dafür, dass die Algenbildung außerordentlich gehemmt wird.

Auf keinen Fall in Aquarien anwenden sollte man den altbekannten Trick von verkupfertem Blumenwasser, welches die Algenbildung verhindert. Hierbei sorgen verkupferte Münzen wie Zwei- oder Fünf-Cent-Stücken dafür, dass sich das Kupfer im Blumenwasser löst und damit vor Algen und Fäulnisbakterien schützt. Die Blüten bleiben somit länger frisch und welken nicht gar so schnell wie in herkömmlichem Blumenwasser.
Für Fische sind bereits kleinste Spuren von Kupfer jedoch sehr giftig, führen zu Leberschäden und bei längerer Einwirkung sogar zum Tod.