Posthornschnecke - 19 Tipps zu Haltung und Zucht

Posthornschnecke - 19 Tipps zu Haltung und Zucht

Die Posthornschnecke ist die bekannteste heimische Süßwasserschnecke. Zu erkennen ist sie an ihrem großen, dick-scheibenförmigen Gehäuse. Es ist ein linksgewundenes Gehäuse das einen Durchmesser von 20 bis 34 mm erreichen kann.

gartenteich2 flDie Farbe der Behausung ist meist mehrfarbig dunkelrotbraun bis grünlichgrau. Das Gehäuse glänzt matt und wird aufrecht getragen. Der Tierkörper selbst ist dunkelbraun, rotbraun oder graubraun. Auch pigmentierte Exemplare sind möglich.

In Deutschland kommt die Posthornschnecke in der Norddeutschen Tiefebene

und am Oberrhein natürlich vor. Auch in Süddeutschland findet man sie manchmal. Die Schnecke mag langsam fließenden und pflanzenreiche stehenden Gewässern. Auch in Gräben, Tümpeln, Teichen, Kanälen und ruhigen Buchten von Seen ist sie zu finden.

Haltung

  1. Nach 20 bis 40 Monaten erreichen die Tiere ihre Geschlechtsreife.
  2. Insgesamt werden die Schnecken gut 4 Jahre alt.
  3. Die Teichtiefe sollte mindestens 80 cm betragen!
  4. Außerdem benötigt die Posthornschnecke eine Flachwasserzone, Bereiche mit weichem Substrat (Schlamm) und reichlich Pflanzen.
  5. Die Posthornschnecke ernährt sich von Algen, abgestorbenen Pflanzenteilen, aber auch von Aas.
  6. Gesunde
    Wasserpflanzen haben von dieser Schnecke nichts zu befürchten.

  7. Sind genügend Pflanzen da, gibt es genug Algen und das Zufüttern kann entfallen.
  8. Die Posthornschnecke ist eher nachtaktiv.
  9. Sie atmet hauptsächlich über die Haut und die Hilfskieme. Dazu benötigt sie sauerstoffreiches Wasser. Sie kann aber auch an der Wasseroberfläche einen Luftvorrat in ihrer Mantelhöhle sammeln.
  10. Eine Wasserumwälzung oder Wasserfilterung ist für die Schnecke nicht notwendig.
  11. Im Winter ist es günstig, die Eisfläche von Schnee zu räumen, zumindest flächenweise.
  12. Die Haltung in kleineren Gefäßen wie z.B. Mörtelwannen ist möglich, wenn die Temperatur im Sommer darin nicht über 25 ˚C steigt. Der Standort ist also entscheidend.

Zucht

  1. Die Posthornschnecke ist zwittrig. Sie kann sich selbst befruchten, allerdings liegt die Schlupfrate dann nur bei unter 10 Prozent.
  2. Besser ist Fremdbefruchtung.
  3. Um Laich abzulegen werden Wassertemperaturen von über 15 ˚C benötigt.
  4. Unter dieser Temperatur stellen die Schnecken ihre Vermehrung ein.
  5. Am vermehrungsfreudigsten zeigen sich die Schnecken bei einem pH-Wert von 6 bis 8,5. Unter einem pH-Wert von 4,5 stirbt die Population aus.
  6. Der Laich wird meist nachts an Wasserpflanzen oder auch an Steine geheftet.
  7. Eine Schnecke kann in einer Nacht zwischen 30 und 100 Eier produzieren.

Fazit der Redaktion
  • Die Posthornschnecke ist günstig für den Gartenteich. Sie ernährt sich von Algen und säubert das Wasser.
  • Ihr Vorteil ist, dass sie sich nicht so stark vermehrt wie andere Schnecken. Außerdem brauchen die kleinen Schnecken lange, bis sie geschlechtsreif werden, bis zu 40 Monate. Andere Schnecken sind schon nach 4 Wochen geschlechtsreif.
  • Es kommt also nicht zu einer Massenvermehrung - trotzdem sollte man nicht zu viele der Schnecken im Teich haben.