Teichfische füttern - Tipps für den Jahresverlauf

Teichfische füttern - Tipps für den Jahresverlauf

In vielen Gartenteichen haben Fische ihr kleines Paradies gefunden. Entscheidend dafür, dass sie sich wohlfühlen, sind die Größe des Teiches, die Wasserqualität, die Menge der Tiere und das richtige Futter in der passenden Menge und zur richtigen Zeit.

teich2 flFachleute empfehlen, mehrmals am Tag zu füttern, aber immer nur kleine Mengen, die in ein bis zwei Minuten weggefressen werden. So gibt es kaum Abfälle und der Teich wird weniger verschmutzt. Ein Fisch sollte täglich etwa

1% seines Körpergewichts an Futter zu sich nehmen. Viele Fische können sich aber auch selbst ihr Futter fangen, z.B. kleine Insekten oder Larven.

Teichfische füttern im Frühjahr
  • Den Winter über werden die Teichfische nicht gefüttert.
  • Wenn im Frühjahr die Wassertemperaturen über 7 °C steigen (besser noch über 10 °C), fängt man langsam an, die Fische wieder zu füttern.
  • Bei zu niedrigen Temperaturen haben viele Fische Probleme, das Futter zu verdauen. Besonders empfindlich sind Goldfische und Kois.
  • Die Temperatur sollte exakt nachgemessen werden!
  • Anfangs nur sehr wenig füttern und die Menge langsam steigern!
Teichfische füttern im Sommer
  • Auch im Sommer mehrmals täglich füttern. Günstig sind Futter-Sticks, da sie nicht so schnell auf den
    Teichboden sinken wie beispielsweise Flocken.
  • Nicht zu viel füttern, sonst ist eine Algenplage programmiert!
  • Günstig ist, einen Fastentag pro Woche einzulegen. Die Fische sollen nicht verlernen, wie man sich selbst mit Futter versorgt.
  • Bei Temperaturen zwischen 26 und 30 °C nur einmal täglich füttern. So gelangen nicht zu viele Nährstoffe in den Teich.
Teichfische füttern im Herbst
  • Wenn es mild ist, wie im Sommer füttern. Bei Temperaturen zwischen 9 und 15 °C nur noch mäßig füttern.
  • Sinken die Temperaturen im Herbst schon unter 8 °C, dann lieber nicht mehr füttern!
Teichfische füttern im Winter
  • Solange die Wassertemperaturen nicht unter 7 °C sinken, kann gefüttert werden. Für den Winter gibt es spezielles Granulat-Futter, ein leicht verdauliches Winterfutter.
  • Speziell Goldfische und Kois reduzieren die Futteraufnahme, stellen sie aber meist nicht ganz ein.
  • Es wird nur einmal am Tag gefüttert und immer nur wenig.
  • Futterreste sollten nicht auf den Boden sinken! Sie bilden beim Zersetzen Gase.
fische-luft flWelches Futter ist geeignet?

In einem gut funktionierneden Gartenteich gibt es zahlreiche Insekten und auch pflanzliche Materialien, die von den Fischen gefressen werden können. Also muss man nur noch für ergänzendes Futter sorgen. Teichfische können das gesamte Jahr über das gleiche Futter fressen (Futter für Kaltwasserfische). Unterschieden wird nach der Fischgröße, zwischen kleinen, mittelgroßen und großen Fischen. Außerdem gibt es vitaminreiches und mineralienhaltiges Fischfutter und solches, welches Spurenelemente enthält.
  • Futter aus dem Fachhandel kann durch Graupen, Haferflocken und Brotreste ergänzt werden.
  • Die Futterarten sind im Wesentlichen: Granulat-Futter, Trockenfutter, Lebendfutter, Frostfutter, Futter-Sticks, Flockenfutter und Fischfutter-Tabletten.
Fazit

Eigentlich müssen Teichfische nicht zusätzlich gefüttert werden. In einem ausgewogenen Lebensraum finden sie genug Futter. Meist leben aber zu viele Fische in einem Teich und das Futter reicht nicht. Wichtig ist, abwechslungsreich zu füttern; am besten vitamin-, mal mineralien- und spurenelementreiches Futter jeweils an verschiedenen Tagen. So bleiben die Fische gesund und sind nicht so empfindlich, was Krankheiten betrifft.