Holundermarmelade selber machen

holunder3_flHolunderbäume und Sträucher findet man häufig. Nicht nur in unseren Gärten sind sie zu Hause, sie wachsen auch zahlreich in der freien Natur. Die Früchte und Beeren des Holunder sind beliebt.

Man kann sie als Heilmittel, Lebensmittel und Farbstoff verwenden.

Allerdings muss man wissen, das unreife Beeren und die Samen der reifen Beeren ein Gift enthalten, welche bei Kindern und sensiblen Personen zu Durchfall und Erbrechen führen kann. Deshalb dürfen die Beeren nicht roh gegessen werden. Bei der Herstellung von Marmelade werden die Beeren erhitzt.

Dabei zerfällt das „Gift“, die Beeren sind ungiftig. Außer Marmelade kann man aus den Beeren Suppe, Gelee, Mus und Saft machen. Aus den Blüten wird vielerorts eine Art Sirup hergestellt, aus welchem man Holunderlimonade bzw. Holundersekt machen kann. Holunderöl wird in der Kosmetikindustrie, der Pharmazie und Medizin genutzt.

Holunderbeeren enthalten viel Vitamin C und Vitamin B, Fruchtsäuren, ätherische Öle und Antioxidans. Beim Erhitzen geht aber viel davon verloren.

Holunderbeeren sammeln

Wer keinen Baum oder Strauch im Garten hat, findet die Beeren überall in der Natur. Man muss nur mit offenen Augen spazieren gehen oder Fahrrad fahren. Die besten Beerendolden findet man an etwas schattig stehenden Bäumen. Stehen sie zu viel in der Sonne, hat man viel Arbeit mit dem Aussortieren vertrockneter Beeren. Man sollte darauf achten, möglichst nur reife Beeren zu verwenden. Das ist nicht immer ganz
einfach, denn an einer einzelnen Dolde hängen oft noch grüne, völlig unreife, rote und reife Beeren.

Verarbeitung der Beeren

Die Beeren müssen natürlich gewaschen werden. Außerdem muss man sie aussortieren. Vertrocknete oder unreife Beeren werden noch vor dem Entfernen von den Dolden aussortiert und abgezupft. Die reifen Beeren kann man wie bei Blaubeeren mit einem Kamm oder einer Gabel von den Dolden trennen. Will man eine Marmelade ohne Fruchtkerne erhalten, müssen die Kerne entfernt werden. Dazu presst man die Beeren durch ein engmaschiges Sieb. Man kann auch einen Entsafter verwenden, dann kann man aber nur Holundergelee aus dem Saft machen. Das schmeckt aber auch lecker. Wen die Kerne nicht stören (ähnlich wie bei Himbeeren), der kann die Holunderbeeren einfach pürieren. Das macht weniger Arbeit, geht einfach schneller.

Marmelade kochen

Die Masse muss gewogen werden, um den Gelierzucker berechnen zu können und kommt dann in einen großen, möglichst hohen Topf. Das ist wichtig, denn die Masse schäumt beim Kochen ordentlich und der Schaum quillt sonst über den Topfrand. Dazu kommt Wasser, etwas Zitronensaft und Gelierzucker nach Herstellerangaben. Da Holunder kaum eigene Gelierstoffe besitzt, kann man schon mal etwas mehr Gelierzucker einplanen. Die Frucht-Zucker-Masse wird langsam erhitzt und ständig umgerührt. Nachdem sie gekocht hat und sich der Zucker aufgelöst hat, rührt man noch 4 bis 5 Minuten und kann dann schon mal den Geliertest machen. Wird die Masse nicht fest, sollte man noch etwas Gelierzucker zugeben und eine Weile weiterrühren, bis die Masse die richtige Konsistenz hat. Dann kann man die fertige Marmelade in die vorbereiteten Gläser füllen und diese verschließen.

Tipp der Redaktion

Wer keine verfärbten Hände riskieren möchte, sollte die Früchte nur mit Haushaltshandschuhen anfassen. Meist hilft kein Schrubben und waschen, die Hände oder Finger bleiben lange

verfärbt.