Quittenmarmelade selber machen

quitten-marmelade_flDie meisten Quitten sind nicht für den Rohverzehr geeignet. Sie sind hart und durch ihre enthaltenen Gerbstoffe bitter. Quittenmarmelade ist aber absolut lecker.

Es gibt zahlreiche verschiedene Quittensorten, die sich allerdings sehr ähneln.

Der Klassiker ist natürlich Quittengelee, aber Quitten werden auch viel für Marmelade bzw. Konfitüre, wie es heute richtig heißen muss, genutzt. Die Marmelade ist wesentlich einfacher und schneller zu machen. Außerdem mag ja nicht jeder die gallertartige Konsistenz der Gelees.

Ernte der Früchte

Quitten werden geerntet, wenn sie noch nicht

ganz reif sind. Je später sie gepflückt werden, um so mehr baut sich das in den Früchten natürlich vorkommende Pektin ab. Der beste Zeitpunkt für eine Ernte ist, wenn sich die Farbe der Früchte von Grün nach Gelb verändert. Grasgrüne Früchte haben keinen so guten Geschmack, auch wenn man sie nachreifen lässt. Wenn man zu spät erntet, werden die Früchte schnell braun. Will man sie aufbewahren, muss man sie kurz vor der Reife pflücken, dann sind sie etwa 8 Wochen haltbar. Zur Marmeladenherstellung sollten aber frisch geerntete Quitten genutzt werden.

Vorbereitung der Früchte

Der Flaum oder Pelz der Quitten muss mit Hilfe eines groben Tuches gründlich abgerieben werden. In ihm sind die Bitterstoffe enthalten. Anschließend kann die Frucht geschält
werden. Allerdings können die Früchte auch ungeschält verwertet werden. Hat man das vor, kann man die Schale auch kräftig abbürsten, bis der Flaum weg ist. Die Bürste muss recht hart sein, wodurch es zu kleinen Kratzern auf der Schale kommen kann. Das hat zur Folge, dass die Früchte schnell, nach Möglichkeit sofort, verarbeitet werden müssen.

Marmelade herstellen

Die Quitten müssen zunächst zerkleinert werden. Die Stiele werden entfernt. Die Kerngehäuse können mit verwertet werden. Alle Quittenstücke gibt man in einen Topf. Die Früchte müssen etwas mit Wasser bedeckt werden. Anschließend werden sie weich gekocht. Es dauert nicht lange, etwa 30 Minuten. Man lässt die Fruchtstücke nur leicht köcheln. Sind sie weich, wird das Wasser abgegossen. Dieses könnte man noch für die Herstellung von Quittengelee nutzen. Die weichen Fruchtstücke werden durch ein Sieb gestrichen.  Je feiner das Sieb ist, desto feiner wird das Fruchtmus.

Nun kommt der Gelierzucker zu dem Fruchtmark. Je nach verwendetem Gelierzucker (1:1, 2:1 oder 3:1) muss die Menge des Zuckers ausgemessen werden. Der Zucker wird unter die Fruchtmasse gemischt. Alles zusammen wird kurz aufgekocht. Dabei ist Vorsicht geboten, die Masse spritzt. Sie muss dann etwa 10 Minuten köcheln. Anschließend wird die Marmelade in die vorbereiteten Gläser gefüllt, welche sofort verschlossen werden müssen.

Wer die Marmelade etwas aufpeppen möchte, kann das Mark von zwei Vanilleschoten und etwa 20 ml Mandellikör pro Kilogramm Früchte zugeben.

Allgemeines

Der Gelierzucker im Verhältnis 1:1 ist der Klassiker. Wer es weniger süß mag, verwendet besser den 3:1. Es gibt auch für Diabetiker geeigneten Gelierzucker. Die Gelierprobe ist wichtig, damit man weiß, ob die Marmelade auch fest wird. Dazu gibt man 1 bis 2 TL Marmelade auf einen kalten Teller. Wird die Masse nicht schnell fest, muss man weiterrühren.