Bleiwurz (Plumbago auriculata) - Pflege, winterhart, Überwintern

BleiwurzBleiwurz, ebenfalls unter den Namen  Plumbago auriculata bekannt, ist eine Pflanzenart aus Südafrika und ist heute auf der ganzen Welt als Zierpflanze verbreitet. Erhält die Pflanze eine gute Pflege, so entwickelt sie sich innerhalb von ein paar Jahren zu einem großen immergrünen Strauch, der sparrig wächst.

In der Regel wächst die Pflanze als Strauch, aber genauso kann sie als Hänge- oder Kletterpflanze den Garten verschönern. Die Blütenähren sind rispenförmig aufgebaut und erstrahlen in einer himmelblauen Farbe. Die Blütezeit beginnt im Juni und

reicht bis in den späten Herbst hinein.

Die beliebtesten Varianten des Bleiwurz in unseren Breitengraden sind die Kübelpflanzen, die in unterschiedlichen Formen zu sehen sind. Kultiviert wird Bleiwurz als Kübelpflanze in Form von einem Hochstämmchen, Busch, Pyramide oder als Spalier. Auch auf dem Balkon oder Terrasse ist Bleiwurz als Ampelpflanze anzutreffen, allerdings sollte die Lage schön sonnig sein.

Standort und Pflege von Bleiwurz

Der Standort im Garten für die Pflanze sollte einerseits Sonnenlicht erhalten und andererseits gegen Wind geschützt sein. Sogar an einem halbschattigen Standort entwickelt die Pflanze noch eine reiche Blütenpracht.

Gerne wird Bleiwurz im Sommer im Freien aufgestellt, dann sollte man darauf achten, dass die Pflanze vor Regen geschützt ist, denn ansonsten gehen die Blüten schnell verloren.  Als Erde sollte für Bleiwurz qualitativ hochwertige Kübelpflanzerde verwendet werden.

Im Frühjahr beginnt die Zeit des Wachstums und hier sollte ein kräftiger Rückschnitt der Triebe vorgenommen werden. Somit können sich viele neue Seitentriebe ausbilden, an denen dann wiederum reichhaltig die Blüten kommen.

Da Bleiwurz kräftig ins Kraut schießt, muss man auch im Sommer des Öfteren zur Gartenschere greifen. Das Welke an der Pflanze sollte ständig entfernt werden, am besten wird es abgezupft. Werden die Blütenreste nicht regelmäßig entfernt, dann bleiben sie überall haften, ähnlich wie die Kletten. Das ständige Ausputzen ist unbedingt notwendig, damit die Pflanze üppig weiter blühen kann.

Bleiwurz richtig gießen und düngen

Zwar muss Bleiwurz im Sommer ausreichend gegossen werden, allerdings sollte hierbei darauf geachtet werden, dass keine Staunässe entsteht, denn das verträgt die Pflanze überhaupt nicht.

Besondere Anforderungen an die Qualität des Wassers stellt hingegen Bleiwurz keine, so kann abgestandenes Leitungswasser genauso zum Gießen verwendet werden, wie das aufgefangene Regenwasser. Von April bis September sollte Bleiwurz einmal in der Woche mit einem hochwertigen flüssigen Dünger für Kübelpflanzen versorgt werden.

Winterharter
Bleiwurz


Bleiwurz BlütenWird Bleiwurz direkt in den Garten gepflanzt, dann sollte der Standort auf jeden Fall windgeschützt sein. Im Winter sollte die Pflanze noch zusätzlich mit Vlies abgedeckt werden, so dass der Frost ihr nichts anhaben kann. Handelt es sich beim Bleiwurz hingegen um eine Kübelpflanze, dann sollte sie zum Überwintern ins Haus geholt werden.

Bevor die Pflanze im Herbst vor dem ersten Frost eingeräumt wird, sollte ein Rückschnitt vorgenommen werden. Dabei sollten alle Zweige um wenigstens ein Drittel gekürzt werden, besser ist es noch, sie bis zur Hälfte zurück zu schneiden.

Bleiwurz kann in einem hellen Raum, wie beispielsweise im Wintergarten, oder in einem dunklen Raum, wie dem Keller, überwintern. Im hellen Wintergarten oder einem

anderen Raum sollte die Temperatur zwischen acht und zwölf Grad Celsius betragen. Nach der hellen Überwinterung muss Bleiwurz dann im Frühjahr nur ausgelichtet werden.

In einem dunklen Raum sollte die Temperatur dagegen zwischen fünf und acht Grad Celsius liegen, hier verliert Bleiwurz das ganze Laub und sollte deshalb weitestgehend trocken stehen. Jedes Jahr im März schneidet man die überwinterte Pflanze zurück und topft sie um.

Tipps zur Pflege

Der Boden sollte mäßig trocken, leicht kalkhaltig, mager und durchlässig sein. Bei schweren Böden kann man etwas Sand untermischen, so wird Staunässe vermieden. Der Bleiwurz mag auch mineralische Böden ganz gern.

Gegossen wird in den warmen Jahreszeiten regelmäßig, aber nicht zu viel. Der Bleiwurz ist Trockenheitsverträglich. Staunässe wird nicht vertragen, ebenso wenig wie Winternässe.
Im Frühjahr vor dem Austrieb sollte der Bleiwurz etwa 3 cm über dem Boden abgeschnitten werden. Eingetrocknete Blätter sind zu entfernen, sie fördern die Entstehung von Pilzen.

Im Winter benötigt der Bleiwurz speziell in rauen Lagen, einen Winterschutz. Dazu geeignet ist Reisig.
Vermehrt wird der Bleiwurz durch Aussaat oder Stecklinge. Er breitet sich aber auch rasch durch Ausläufer aus und kann richtig wuchern.

Der als Kletterpflanze wachsende Bleiwurz mag viel Sonne, stammt die Pflanze doch aus dem südlichen Afrika. Ein windgeschützter Platz ist ideal.

Im Sommer benötigt die Pflanze ausreichend Wasser. Dabei ist Staunässe aber unbedingt zu vermeiden. Von April bis September ist eine wöchentliche Düngergabe empfehlenswert.

Der Bleiwurz wächst sehr schnell. Wichtig ist, dass die Spitzen immer mal verschnitten werden, dass sie nicht nur in die Länge wächst, sondern sich verzweigt. Die verblühten, klebrigen Blütenkelche sind regelmäßig zu entfernen. Günstig ist, wenn man dem Bleiwurz ein Kletter- oder Rankgerüst gibt, da die Wuchsform sonst manchmal ganz seltsame Formen annehmen kann.

Der Bleiwurz ist nicht winterhart, kann aber als Kübelpflanze im Haus überwintert werden. Vor dem Einräumen sollten alle Zweige auf ein Drittel oder sogar bis zur Hälfte zurück geschnitten werden. Die Blüte verzögert sich dadurch etwas. Am besten überwintert der Bleiwurz in einem hellen Raum bei Temperaturen zwischen 8 und 12 ºC. Es ist aber auch möglich, sie im einem relativ dunklen Raum zu stellen, bei Temperaturen zwischen 5 und 8 ºC. Dabei verliert die Pflanze aber ihre Blätter. Es wird nur wenig gegossen, gerade so viel, dass der Ballen nicht austrocknet. Bei der hellen Überwinterung muss der Bleiwurz im Frühjahr nur ausgelichtet werden.