Hortensien im Topf - Pflege, Wasserbedarf

Hortensien im Topf - Pflege, Wasserbedarf

Hortensien sind überaus vielfältig. Man bekommt sie als Zimmerpflanzen im Topf, man kann sie als Kübelpflanze auf die Terrasse stellen oder direkt in den Garten pflanzen. Mit ihren schönen, großen Blüten erfreuen sie uns für viele Monate.

hortensie_flEs gibt ganz viele verschiedene Arten.

Als Zimmerpflanze halten sie meist nicht besonders lange, aber viele kann man anschließend in den Garten auspflanzen, vorausgesetzt sie sind winterhart.

Standort

Hortensien in Töpfen oder Kübeln sollte man nie in die

direkte Mittagssonne stellen. Das mögen sie meist nicht. Oft kommt es zu Verbrennungen. Auch Blüten zeigen sich deutlich weniger. Die meisten Hortensienarten kommen eher mit einem halbschattigen Standort zurecht. Er sollte allerdings luftig sein, aber trotzdem windgeschützt. Morgen- und Abendsonne wird gut vertragen. Im Winter sollten die Topfhortensien besser gut geschützt stehen. Nicht winterharte Sorten gehören ins Haus oder benötigen ein entsprechendes Winterquartier.

Pflanzsubstrat

Die Erde sollte kalkfrei und nach Möglichkeit etwas sauer sein. Gut geeignet ist „Azaleenerde“, die im Handel erhältlich ist. Kultiviert man die Hortensie im Topf oder Kübel, muss etwa alle zwei bis drei Jahre umgetopft werden. Die schöne Blaufärbung vieler Hortensien hängt vom Säuregrad des Pflanzsubstrates ab. Für blau gefärbte Hortensien benötigt man eine rosa blühende Pflanze. Mit dem Gießwasser gibt man Ammoniak-Alaun oder Kalium-Alaun zu. So kommt es zu den blauen Blüten.

Gießen und Düngen

Hortensien sollten nicht mit kalkhaltigem Wasser gegossen werden. Am besten nimmt man Regenwasser. Ist das Wasser zu kalkhaltig, werden die Blätter gelb. Auf Dauer geht die Hortensie ein. Im Sommer, während der Blüte benötigen Hortensien regelmäßig ausreichend Wasser. Wenn es sehr heiß ist,
gießt man besser morgens und abends. Die Erde sollte man gleichmäßig feucht halten. Stehendes Wasser im Übertopf oder Untersetzer ist unbedingt zu vermeiden. Beim Gießen sollte man aufpassen, damit Blüten und Blätter nicht nass werden, weil das zu Mehltau führen kann. Im Winter wird nur sehr wenig gegossen. Keinesfalls darf der Pflanzballen zu nass sein. Man gießt gerade so viel, dass er nicht austrocknet. Im Februar, wenn die Pflanze etwas wärmer gestellt wird, muss etwas mehr Wasser gegeben werden.

Hortensien reagieren empfindlich auf Wassermangel. Schnell hängen die Blätter und auch die Blüten. Zwar richten sie sich nach einer Wassergabe meist wieder auf, aber es kann passieren, dass sich die Knospen nicht öffnen.

Während der Blütezeit düngt man etwa alle 10 Tage mit einem kalkarmen Dünger.

Schnitt

Hortensien müssen nicht geschnitten werden. Man kann sie aber schneiden, damit sie zum Beispiel nicht zu groß werden. Gerade, wenn man sie im Topf oder Kübel kultiviert, kann das zum Problem werden. Draußen überwinterte Hortensien schneidet man, wenn sie beginnen auszutreiben und die Knospen anschwellen. Man sieht dann genau, welche Äste eventuell abgestorben oder krank sind und wo man etwas wegschneiden kann. Schwache Triebe sollte man bei der Gelegenheit auch gleich entfernen. Man schneidet sie möglichst bodennah ab.hortensien_fl

Überwinterung

Bei der Überwinterung kommt es auf die Sorte der Hortensien an. Einige sind recht frostempfindlich und benötigen ein Winterquartier. Das sollte hell und frostfrei

sein. 5 bis 8 ˚C sind ausreichend. Im Februar stellt man die Hortensien dann wieder etwas wärmer, damit sie schon etwas austreiben können. Dazu muss man auch schon etwas mehr gießen. Einige Sorten können aber Frost ganz gut vertragen. Den Kübel sollte man an einen geschützten Platz stellen und ihn nach Möglichkeit gut einpacken. Auch sollte er nicht direkt auf der kalten Erde stehen.

Vermehrung

Hortensien lassen sich gut durch Kopfstecklinge vermehren. Sind die kleinen Pflänzchen groß genug, müssen sie gestutzt werden, damit sie schön buschig werden.

Krankheiten und Schädlinge

Im Freien fallen oft Blattläuse über die Hortensien her, gerade bei Austriebsbeginn im Frühling.  Hat man die Pflanzen im Haus, breiten sich gern Spinnmilben aus, besonders bei der Überwinterung. Außerdem können sich Pilze ausbreiten. Echter Mehltau, Grauschimmel und Blattfleckenkrankheiten bedrohen die schönen Blühpflanzen.