Kakteen & Sukkulenten

KakteenKakteen gehören zu den Sukkulenten, auch wenn sie nicht zur selben Pflanzenfamilie zählen. Es handelt sich aber bei Beiden um Pflanzen mit der Fähigkeit, Wasser zu speichern und so Trockenperioden zu überstehen. Je nach Art der Wasserspeicherung unterscheidet man zwischen Stamm-, Blatt- und Wurzelsukkulenten. Die Kakteen stellen die grösste Gruppe der Sukkulenten.

Kakteen und Sukkulenten faszinieren viele Menschen. Die meist aus südlicheren Regionen stammenden Pflanzen beeindrucken vor allem durch ihre Angepasstheit an die örtlichen Bedingungen wie langanhaltende Trockenheit, lange sonnige Tage, sowie heisse Tage und kühle Nächte.

Jeder Kaktus hat sich auf eine andere Art angepasst und viele der bekannten Kakteen sind nicht nur ideale Beispiele dafür, wie Pflanzen in sehr warmen und trockenen Regionen bestehen können, sondern bilden zudem wunderschöne Blüten und köstliche Früchte wie die des Feigenkaktus.

Kakteen lassen sich auch in Mitteleuropa in Gewächshäusern und im Garten gut anpflanzen. Im Steingarten wirken sie mediterran und in der Wohnung schaffen sie ein wohliges Ambiente. Hier erfahren Sie mehr über einzelne Kakteenarten, sowie alles zu Pflege, Vermehrung, Schädlinge und Krankheiten, sowie Tipps über Kakteen und Sukkulenten.

Wer einmal vom Kakteenfieber befallen wurde, kommt nur schwer wieder von ihm los. Es gibt so viele verschiedenartige Exemplare, dass man immer wieder eine neuartige Pflanze findet, die in der eigenen Sammlung noch fehlt. Inzwischen gibt es auch eine grössere Anzahl an Freilandkakteen und -sukkulenten. Im Winter müssen sie zwar meist gut geschützt werden, aber sie kommen mit kurzen Frösten durchaus klar. Grössere Exemplare machen sich auch gut als Kübelpflanze. Im Winter stellt man sie in den Wintergarten oder in ein anderes helles, aber ruhiges Plätzchen.
Agave
Die Agave americana, mit ihren meist bläulichen Blättern, ist wohl die beliebteste Agavenart hier in unseren Breitengraden. Obwohl sie nicht winterfest ist, gilt sie als äußerst robuste Kübelpflanze für Terrassen, Gärten und Grünanlagen. Wegen ihrer enormen Wuchsfreudigkeit sind die Amerikanischen Sorten als Zimmerpflanze eher nicht geeignet.

Die Agave tequilana ist eine ganz besondere Pflanze, denn sie blüht in ihrem Leben nur ein einziges Mal, und das auch erst nach Jahrzehnten. Sie kann bei entsprechender Pflege bis zu hundert Jahre alt werden und wenn sie genügend Platz zum Ausbreiten hat, wächst sie auch gern in die Breite und die Höhe.

Sukkulente
Das Rosendickblatt ist ein wahrer Trockenkünstler. Die Pflanzen sind nicht anspruchsvoll und bei richtigem Standort leicht zu pflegen. Wenn man alles richtig macht, belohnen die Dickblätter einen mit schönen gelben Blüten. Im Sommer mögen die Pflanzen volle Sonne. Mit Hitze, aber auch mit Wind haben sie keine Probleme. Im Winter benötigt das Rosettendickblatt einen hellen Platz und Temperaturen um die 10 Grad. Leider sind die Pflanzen im Freien nicht winterhart. Wenn die Erde richtig trocken ist, vertragen die Dickblätter auch mal kurzzeitig Temperaturen bis 0 Grad. Je feuchter das Pflanzsubstrat ist, um so höher müssen die Temperaturen sein.

Die überwiegende Zeit des Jahres halten sich Graptopetalum tacitus bellum aus der Familie der Dickblattgewächse mit ihren sukkulenten Blattrosetten optisch dezent zurück. Das ändert sich schlagartig, wenn sie von Mai bis Juni ihre spektakuläre Blüte entfalten. Wie Sie die kleinen Zauberkünstler sachkundig pflegen und vermehren durch Ableger finden Sie hier heraus.

Aloe
Mit ihren ausladenden, gebogenen Blättern und mächtigen, orangefarbenen Blüten, schafft die baumartige Kap-Aloe im sommerlichen Garten ein tropisches Ambiente. In weiträumigen Wintergärten dominiert die afrikanische Kübelpflanze das Erscheinungsbild. Die weltbekannte Heilpflanze hat somit auch optisch einiges zu bieten. Wie Sie eine Aloe ferox vorbildlich pflanzen und pflegen, lesen Sie hier.

Sukkulenten
Auf den ersten Blick scheinen Sukkulenten keine sehr pflegeintensiven Pflanzen zu sein. Da sie oft in sehr kargen Gegenden beheimatet sind, könnte man annehmen, dass die Pflege von Sukkulenten sich auf regelmäßiges Gießen und gelegentliches Umtopfen beschränkt. Dies mag bei einigen Sukkulenten auch so sein, die Pflege von Sukkulenten ist jedoch bei vielen Arten ein bisschen aufwändiger.

Das Sedum rubrotinctum gehört zu den Fetthennen und ist eine relativ pflegeleichte Zimmerpflanze, die über den Sommer auch nach draußen umziehen darf. Abhängig von der Sonnenscheindauer verfärben sich die Blätter der Pflanze in bunte Farbtöne, die einen reizenden Anblick bieten. Bei entsprechender Pflege und geeigneten Standortbedingungen gedeiht die Fetthenne prächtig.

Über 300 Arten der Gattung Sedum wachsen auf der Erde. Diese Dickblattgewächse (Sukkulenten) sind meistens sehr pflegeleicht. Darunter sind viele attraktive Arten für unsere heimischen Gärten und auch für eine Kultur in Innenräumen. Drei pflegeleichte, beliebte Sedum-Arten sind die sieboldii, kamtschaticum und morganianum.

Der auch unter der Bezeichnung Scharfe Fetthenne bekannte Scharfe Mauerpfeffer ist eine heimische Art, die sich mitunter stark ausbreitet und leuchtend gelbe Polster bildet. Diese Pflanze ist äußerst pflegeleicht und bei ausreichend Sonne gedeiht sie auch an Standorten, an denen die meisten anderen Pflanzen nicht wachsen würden.

Brutblatt
Sie inszenieren sich als formschöne Blattschmuckpflanze oder opulente Blütenschönheit. Kalanchoen repräsentieren wie kaum eine andere Gattung eindrucksvoll die Vielgestaltigkeit von Dickblattgewächsen. Lernen Sie hier die schönsten Arten dieser tropischen Sukkulenten kennen. Eine detaillierte Anleitung informiert Sie über die fachgerechte Pflege der Blatt-Kalanchoe.