Cyclamen - Alpenveilchen – Pflege
Die Pflanzen haben kreisrunde Knollen. Etwa 15 Arten wachsen in den Gebirgen des südlichen Europa, im Mittelmeergebiet, im Kaukasus und in Kleinasien. Es sind Knollenbildende Stauden.
Ihre Blätter sind herz-, ei- oder nierenförmig, ganzrandig ... oder buchtig mit gezähnt- gesägtem Rand.
Der Blütenstiel trägt eine nickende Blüte mit nach oben zurückgeschlagenen Blütenblättern. Die vielsamige Fruchtkapsel hat einen geraden oder spiralig gedrehten Stiel.
Alpenveilchen sind dankbare und lange blühende Zimmerpflanzen. Besonders geeignet für Doppelfenster oder nicht bzw. wenig beheizte Räume. Ein Standort auf dem Fensterbrett über Heizkörpern ist ungeeignet. Alpenveilchen lieben einen hellen, kühlen und luftigen Standort. Die Temperaturen sollen zwischen 10 und 15°C liegen und möglichst nicht für längere Zeit über 18°C ansteigen. Gegossen wird so, dass die Erde stets gleichmäßig feucht ist. Stauende Nässe wird, ebenso wie starkes Austrocknen, nicht vertragen. Im Winter darf bei kühlem Stand nicht in die Knolle gegossen werden, da sonst Knospen und Blatt- bzw. Blütenstiele faulen. Stehendes ...
Wasser im Untersatz führt zu Wurzelfäule. Als Substrat ist Lauberde mit Torf, Kompost oder etwas Lehm bzw. Gartenerde und Sand, auch Einheitserde, geeignet; PH-Wert um 6. Verpflanzt wird jährlich im August. Dabei wird die verbrauchte Erde ausgeschüttelt. Beim Einpflanzen ist darauf zu achten, dass die Knolle etwa 1/3 aus der Erde herausragt, nur bei Sämlingen wird sie mit Erde bedeckt.
Alpenveilchen werden in der Regel blühend gekauft. Sie sind aber viele Jahre hindurch immer wieder leicht zur Blüte zu bringen. Während des Sommers werden sie weiterhin gegossen.
Bei wöchentlicher Düngung behalten sie die Blätter. Die Pflanzen können aber auch im Sommer eine Ruheperiode durchmachen, stehen während dieser Zeit nur mäßig feucht und verlieren meist ihre Blätter. Sie können auch halbschattig auf dem Balkon übersommern oder im Garten im Topf eingesenkt werden. Mit dem Verpflanzen im August beginnt die neue Wachstumszeit. Mehrjährige Alpenveilchen blühen später, d.h. meist erst zu Beginn des neuen Jahres, aber wesentlich reicher. In der Wachstumszeit ab September/ Oktober sollte nach guter Durchwurzelung wöchentlich gedüngt werden.
Pflegetipps und Tricks
Ob Minis, Midis oder Maxis: In kühlen Räumen halten die Blüten lange, gibt´s viele Knospen, sind die Blätter knackig grün.
Ausputzen: Verblühte Stängel und alte Blätter mit einem Ruck rausreißen, nicht abschneiden. Stängelreste faulen leicht. Wird die Knolle mal verletzt, die Wunde gleich mit Holzkohle einpudern.
Vorsichtig Gießen: Ringsum nur den fingerbreiten Gießrand anfeuchten. Ab August bzw. Neuaustrieb und während der Blüte bis etwa April 14-tgl. düngen.
Die Knolle macht´s
Keine Angst, wenn ab Mai Blätter welken. Die Knolle pausiert im Sommer. Erst bei Neuaustrieb wieder gießen, evtl. umtopfen.
Vermehren: Knollen im Juli auf feuchtem Sand hell und kühl antreiben und so teilen, dass jedes Stück mehrere Triebknospen behält. Flächen mit Holzkohle einpudern und trocknen lassen. Hoch eintopfen.
Pflanze kühl stellen: ist der Raum zu warm, gibt es kaum Knospen und die Stängel werden weich. Wärme programmiert die Knolle auf Ruhezeit, auch am Naturstandort in gebirgigen Mittelmeerregionen.
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