Schraubenbaum
Schraubenbäume sind dekorative, respektable Pflanzen für entsprechend große Räume, in denen sie jetzt häufig die Stelle der früher so beliebten Palmen einnehmen. Mit ihren langen schmalen spitzen schwertförmigen Blättern ähneln die Schraubenbäume den Schopflilien und Drachenbäumen.
Jungpflanzen ... erkennt man gut an der Bezahnung der Blattkanten, während alte Exemplare schon durch ihre Größe jede Verwechslung mit anderen Gattungen ausschließen. Der deutsche Name Schraubenbaum weist auf die Drehung des Stammes um seine Längsachse, während für die wissenschaftliche Beschreibung der malaiische Name „pandang“ als Anhalt diente. Zur Gattung Pandanus gehören etwa 250 Arten, von denen jedoch nur ganz wenige als Zimmerpflanzen geeignet sind. Alle sind aufrecht wachsende Sträucher und Bäume, die sich im Alter immer mehr auf stelzenartigen Wurzeln über das Erdreich erheben.
Die schwertförmigen kräftigen Blätter sind äußerst dauerhaft und fest. Sie werden heute noch von den letzten steinzeitlichen Ureinwohnern im Eipomek- Hochtal in Neuguinea zum Abdecken der Hütten verwendet und halten ...
dabei auch den stärksten Regengüssen stand. Die ananasähnlichen Früchte mehrerer Arten wurden früher gegessen, der Blattsaft in der Volksmedizin innerlich bei Ruhr und äußerlich zur Wundbehandlung verwendet. Auf den Südseeinseln werden Wurzel- wie Blattfasern zu Körben und Matten verarbeitet und die bedornten Pflanzen anderswo als lebende Zäune zur Einfriedung von Gärten benutzt.
In Zimmerkultur finden sich deshalb meist nur Jungpflanzen von kleinbleibenden Arten:
Pandcfnus sánderi. Ihre Heimat ist der Malaiische Archipel. Auf kurzem Stamm stehen zahlreiche meterlange dunkelgrüne Blätter mit gelben Längsstreifen und stark bestachelten Kanten.
Panddnus ußitchii. Diese Art ist in der Inselwelt Polynesiens beheimatet. Im Wuchs entspricht sie der vorstehenden P. sánderi, die Blätter sind jedoch weiß anstatt gelb gestreift, und die Blattkanten sind etwas weitläufiger bestachelt.
Pflegehinweise
Ein möglichst heller Stand bei den naturgegebenen Temperaturen während des Sommers bietet die besten Existenzbedingungen. Direkte Sonneneinstrahlung ist jedoch abzuhalten.Hohe Lufttrockenheit wird nicht vertragen. Deshalb ist Ofenheizung besser geeignet, wenn nicht durch große Gefäße für Hydrokultur, Luftbefeuchter oder Zimmerspringbrunnen Abhilfe geschaffen wird.
Temperaturen unter 15°C sowie trockene Luft bei Temperaturanstieg über 18 °C führen zum Verlust. Man sorge deshalb für eine Luftfeuchte von etwa 65 bis 70%. Die stark wachsenden Pflanzen benötigen ein nährstoffreiches Substrat: Mistbeeterde, Lehm, Torf und Sand (3:1:1:1). Hydrokultur ist sehr gut geeignet, wenn entsprechend große Gefäße bereitstehen. Gleichmäßige Bodenfeuchte ist durch regelmäßiges Gießen zu garantieren und dem hohen Nährstoffbedarf während der Vegetationszeit durch 14-tägliches Düngen mit Nährsalzlösung (0,19%ig) zu entsprechen. Schraubenbäume leiden weder unter Krankheiten noch unter Schädlingsbefall. Tödlich wirken nur Unterkühlungsschäden, Nässe und Vertrocknen.
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