Zantedeschia rehemannii, aethiopica etc. (Kalla) -Pflege
Zantedeschia rehemannii oder Zentedeschia aethiopica sind besser unter der Bezeichnung Zimmerkalla bekannt. Die Pflanzen stammen ursprünglich aus Afrika, hauptsächlich aus Südafrika und fallen durch ihre einzigartig geformten Blüten auf.
Es sind Aronstabgewächse. ... Die Hüllblätter können verschiedene Farben aufweisen. Am bekanntesten sind sie in Weiß, es gibt aber auch gelbe, pinkfarbene, dunkelrote, lilafarbene und andere. Zantedeschien können bis 2,5 Meter hoch werden. Einige Arten sind immergrün, andere ziehen ihr Laub ein. Es sind sehr anspruchsvolle Pflanzen. Das liegt an den besonderen Bedingungen an ihren natürlichen Standorten. Die Zantedeschien wachsen meist in sumpfigen Gebieten, die aber im Sommer vollständig austrocknen. Dieser Rhythmus muss auch bei Zimmerpflanzen eingehalten werden, was nicht ganz einfach ist.
Es gibt drei unterschiedliche Arten von Zimmerkalla, eine winterblühende und zwei sommerblühende. Sie unterscheiden sich in der Blütezeit und in den Wurzelorganen. Die winterblühende Zantedeschia aethiopica mit ihren breiten, weißen Hochblättern hat fleischige Rhizome. Die beiden anderen Arten besitzen keine ...
Rhizome, sondern Knollen.
Besonders schöne Sorten
Gerade kräftig gefärbte Sorten sind besonders beliebt. Zu ihnen gehören Zantedeschia 'Black Magic' Fluoro (Gelb), 'Sunrise' (Orange/Rot), 'Pacific' und 'Pink Persuasion' (beide Dunkelrosa), 'Mango' und 'Treasure' (beide Orange), 'Dominique' (Rot), 'Purple Heart' ® (Violett) und 'Hot Chocolate' ® (Violett fast Schwarz).
Standort
Zimmerkalla mögen einen hellen Standort, am besten auch in der Sonne. Sie dürfen es nicht zu warm haben. Für warme Zimmer sind sie nicht geeignet. Der Name ist also etwas irreführend. Gerade in der Wachstumszeit sind Temperaturen um die 15 ?C ideal. Im Sommer kann man die Zimmerkalla ins Freie stellen. Sie passt sich den Temperaturen an, sollten aber vor Regen geschützt aufgestellt werden, denn sie haben dann ihre Ruhezeit. Vor den ersten Frösten muss sie aber wieder ins Haus, am besten in einen geschützten Raum oder ein helles Gewächshaus.
Pflanzsubstrat
Als Pflanzsubstrat eignet sich eine mittelschwere, humose Erdmischung. Man kann Mistbeet-, Kompost- oder Gartenerde nutzen und diese mit Torf und Sand mischen. Notfalls tut es auch Einheitserde.
Gießen und Düngen
Während der Wachstumszeit im Winter und im Frühjahr muss man die Erde gleichmäßig feucht halten. Ab Ende Mai beginnt dann die Ruhezeit, während der man die Wassergaben stark einschränkt. Die Pflanze wird fast trocken gehalten. Die Rhizome dürfen allerdings nicht vollständig austrocknen. Nach dem Umtopfen im Juli oder August führt man wieder mehr Wasser zu. Man gießt aber mäßig und lässt die Erde zwischen den Wassergaben gut abtrocknen. Wenn die Pflanzen beginnen, stärker zu wachsen, erhöht man die Wassermengen, bis sich die Blätter voll entwickelt haben.
Zu Beginn der Blüte kann man die Zantedeschia in einen mit Wasser gefüllten Untersetzer stellen. Geht die Blütezeit zu Ende, werden die Wassergaben eingeschränkt. Wenn die Blätter vergilben, hört man ganz damit auf. Gedüngt wird lediglich im Winter und Frühjahr, also während der Wachstumszeit. Gut geeignet ist ein normaler Flüssigdünger. Man beginnt, sobald sich die Blätter der Zantedeschia voll entwickelt haben und düngt 14tägig. Zu Beginn der Blütezeit erhöht man auf eine wöchentliche Nährstoffgabe.
Schneiden
Zimmerkalla werden nicht geschnitten.
Überwintern
Wenn nur noch die Knollen oder Rhizome übrig sind, kann man diese aus der Erde nehmen. Man lässt sie einige Zeit abtrocknen und gibt sie dann in ein Gefäß mit Sand und stellt sie trocken und frostfrei. Der Keller ist ein guter Aufbewahrungsort.
Vermehrung
Die Zimmerkalla ist leicht zu vermehren. Man teilt einfach die Wurzelstöcke. Die beste Zeit dafür ist der Herbst. Bei den Knollen bilden sich Tochterzwiebeln, die abgetrennt werden können. Man kann alle Zimmerkallas auch aus Samen ziehen.
Krankheiten und Schädlinge
Zimmerkalla sind anfällig für Spinnmilben und Blattläuse. Besonders während der Überwinterung finden Spinnmilben ideale Bedingungen um sich auszubreiten.
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