Raubmilben gegen Spinnmilben

Raubmilben gegen Spinnmilben Spinnmilben, wissenschaftlich Tetranychidae genannt, ernähren sich, in dem sie Pflanzenzellen aussaugen und so die jeweilige Pflanze langsam der Basis für die Chlorophase berauben und diese somit töten.

Die ausgesaugten Zellwände sehen wie silbrige Löcher im Blatt aus. Außerdem hinterlassen die Spinnmilben ein feines Gespinst auf der Blattunterseite. Bei ausreichender Nahrung und einem Mangel an natürlichen Feinden, können sich die Spinnmilben ungehindert vermehren und werden schnell zu einer echten Plage, besonders für Gurken und Bohnengewächse.

Ein natürlicher Feind der Spinnmilbe ist die Raubmilbe, die sich nicht auf Pflanzen-, sondern auf

tierische Zellen spezialisiert hat. Die Raubmilben leben dabei von den Spinnmilben, lassen die befallenen Pflanzen jedoch
intakt.

Nach der Vernichtung der Spinnmilben sind die Raubmilben ihrer Futterquelle beraubt und gehen ein. Der wesentliche Vorteil des Einsatzes von Raubmilben gegen Spinnmilben im Vergleich mit Insektenvernichtungsmitteln besteht darin, dass keine Gifte zum Einsatz kommen, die sich in den Pflanzen ablagern und ein Risiko für Menschen darstellen könnten. Raubmilben hinterlassen keine Rückstände, die nicht nach kürzester Zeit zerfallen würden und zu Dünger für die Pflanzen werden.

Raubmilben werden vor allem bei der biologischen Landwirtschaft und im Weinbau verwendet, eignen sich aber auch für den eigenen Gemüsegarten, wenn die Hausmittel wie Brennnesseljauche und Zwiebelsud nicht mehr ausreichen, um Spinnmilben vorzubeugen.

Raubmilben kann man im gut sortierten Gartenfachhandel, aber auch im Internetversand bestellen. Die Tiere werden lebend mit einer Futterquelle geliefert. Die Raubmilben sind zwischen dem Futter üblicherweise nicht mit bloßem Auge zu erkennen. Die Packung sollte daher immer erst am Einsatzort geöffnet werden und das Futtermittel zusammen mit den Raubmilben zu den Pflanzen gegeben werden.