Schlupfwespen gegen Motten einsetzen

Schlupfwespen gegen Motten einsetzen MotteMotten werden in jedem Haushalt zu einer wahren Plage, die ohne Hilfe so gut wie gar nicht zu kontrollieren ist. Falls keinerlei Chemie in den betroffenen Räumlichkeiten eingesetzt werden soll, sind Schlupfwespen die optimale Lösung der Mottenproblematik. Diese Schädlinge fressen sich durch den Kleider- sowie auch den Vorratsschrank und können beispielsweise an der Bekleidung erheblichen Schaden anrichten. Die Maden von den jeweiligen Motten gelangen selbst in kleinste Löcher und können sich dort zum Beispiel mehrere Tage von einer einzelnen Haferflocke ernähren.

Wird jedoch Chemie in geschlossenen Räumen eingesetzt, kann es für Haustiere und Bewohner zu unangenehmen Nebenwirkungen kommen. Hier sind Schlupfwespen die perfekte Alternative.

Die Varianten der Schädlinge und alternative Bekämpfungsmethoden

Bei den hiesigen Lebensmittelmotten wird zudem unter Dörrobst- (dunkel-/rotbraune Flügelspitzen) und Mehlmotten (grauer Körper) sowie dem Mehlzünsler (hellbraun mit dunkelbraunen Flecken) unterschieden. Sind diese Schädlinge allerdings erst einmal in der Wohnung, lassen sie sich oftmals schwer bekämpfen. Neben den zuverlässigen Schlupfwespen lassen sich Motten auch mithilfe von Pheromonfallen (im gängigen Handel erhältlich) bekämpfen. Diese beinhalten Klebestreifen und einen Sexuallockstoff. Durch den Lockstoff werden männliche Motten angelockt, welche danach am Klebestreifen hängen bleiben sowie später verenden.

MottenlarvenMittels geballter biologische Kraft der Schlupfwespen gegen lästige Motten

Die gezielte Anwendung von Schlupfwespen ist dabei sehr einfach:
  • es muss lediglich der ungefähre Aufenthaltsort der Schädlinge lokalisiert werden
  • mittels Pheromonfallen kann sichergestellt werden, dass auch wirklich ein Befall von Kleider- beziehungsweise Lebensmittelmotten vorliegt
  • die Bestellung der Schlupfwespen erfolgt auf einfache Weise, wobei Händler mit festen Adressen vertrauenswürdige Lieferanten sein können
  • sind die Schlupfwespen gekauft und auf kleinen Karten geliefert worden, müssen diese lediglich im näheren Umfeld des Befalls ausgebracht werden
  • befindet sich dieser im Kleiderschrank, werden die Kärtchen mit den Schlupfwespen auf verschiedenen Regalen/Fächern verteilt
  • im Outdoorbereich können die Karten mit Schlupfwespen an Sträuchern oder Bäumen aufgehängt oder einfach auf den Boden gestellt werden.
Fast unsichtbare kleine Helfer gegen gesundheitsschädliche Motten

Damit ist im Prinzip alles erledigt. In gewisser Zeit schlüpfen die
Schlupfwespen und machen Jagd auf die jeweiligen Schädlinge, in denen sie ihre Eier ablegen. Hierbei zeigen sich Schlupfwespen als äußerst zielsicher. Sofern die Nützlinge keinerlei natürliche unüberwindbare Barrieren wie beispielsweise extreme Höhen vorfinden, entdecken sie die Nester der Motten mit größter Wahrscheinlichkeit. Hierbei muss stets beachtet werden, dass die Schlupfwespen zur Schädlingsbekämpfung:
  • lediglich eine Größe von ungefähr 0,4 Millimeter besitzen
  • sowie kaum flugfähig sind und wesentlich lieber laufen
  • Schlupfwespen nicht stechen und somit weder Mensch, Haustier noch den Lebensmitteln einen Schaden zufügen
  • ihre Anwesenheit ist also absolut nicht störend.
Die Wirkungsweise der Schlupfwespen

Schlupfwespen leben hingegen von den Eiern der Motten. Sie platzieren ihr eigenes Ei in einer Mottenmade, sodass sich die junge Schlupfwespe von der Made ernähren kann, bis sie schlüpft. So werden sämtliche Eier der Motten systematisch zerstört, da die Schlupfwespen einen ausgezeichneten Geruchssinn aufweisen und jede Mottenlarve finden. Die Schlupfwespen können:
  • auf dem Postweg geordert werden
  • dabei wird zum Beispieln alle zwei/drei Wochen über einen Zeitraum von zehn Wochen eine Karte geliefert, welche ungefähr 15.000 Schlupfwespeneier in unterschiedlichen Wachstumsphasen beinhalten
  • somit schlüpft jeden Tag erneuter Nachwuchs der Schlupfwespen
Die Lieferung endet nach zehn Tagen,

da zu diesem Zeitpunkt auch der Mottenbefall beendet sein sollte. Der Versandhandel beachtet bei den Lieferungen stets den Lebenszyklus der Schädlinge. Die Schlupfwespen benötigen für ihr Überleben die Mottenlarven. Finden sie jedoch keinerlei Motteneier mehr, sterben sie innerhalb weniger Tage und landen danach im normalen Hausstaub. Mit den Schlupfwespen sollte man sich zur Schädlingsbekämpfung anfreunden. Wenn nicht gerade jemand mithilfe einer Lupe die komplette Wohnung absucht, werden die Schlupfwespen auch nicht bemerkt.

Wissenswertes über die Tierchen

Schlupfwespen geraten als natürliches Schädlingsbekämpfungsmittel zunehmend in den Focus der Öffentlichkeit.

Sie sind sehr klein (weniger als 1mm bis ca. 30mm) und für den Menschen absolut ungefährlich. Es gibt viele verschieden Arten von Schlupfwespen die als Parasiten in das Leben verschiedener Wirtstiertiere eingreifen.

Die Schlupfwespen werden durch Warnduftstoffe von verschiedenen befallenen Pflanzen angelockt. Das Weibchen legt 50 bis 1000 Eier in die Eier, Larven oder Puppen des bevorzugten Wirtes ab, die dann von den sich entwickelnden Schlupfwespen von innen her aufgefressen werden.  So kann eine einzige Schlupfwespe in ihrem kurzen Leben (manche Arten leben nur ca. 1 Woche) eine beträchtliche Anzahl von Schädlingen vernichten.

Bevorzugte Wirtstiere der Wespe sind Schmetterlings- und Falterarten, Motten und Blattläuse. Ihr Einsatz sollte nur in den Sommermonaten erfolgen, da sie zur Vermehrung warme Temperaturen und Licht benötigen.

Um mit Schlupfwespen Schädlinge zu bekämpfen, kann man sich ihre Larven oder befallene Eier der Wirtstiere im (Fach)Versandhandel bestellen. Sie werden auf Pappstreifen geliefert. Man sollte darauf achten, eine entsprechend große Anzahl bei den betroffenen Pflanzen auszusetzen.
Die Einsatzgebiete sind Gewächshäuser, in denen Gemüseanbau stattfindet. Besonders bewährt hat sich der Einsatz der Schlupfwespe im Tomatenanbau.

Besondere Aufmerksamkeit kommt  der Schlupfwespe bei der Bekämpfung des Baumwollkapselwurms im Gemüseanbau zu.
Durch den Einsatz der Wespe ist es möglich, diesen und andere Schädlinge auf ökologisch verträgliche Art zu vernichten.