Steckbrief der Drossel - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Steckbrief der Drossel - Nahrung, Brutzeit, Fütterung im Winter

Die Drossel, unter dem wissenschaftlichen Namen Turdidae bekannt, zählt zu den artenreichsten Vogelfamilien überhaupt und wird den Sperlingsvögeln zugeordnet in der Unterordnung der Singvögel. Bei den Drosseln finden sich verschiedene Gattungen, die sich nochmals in unterschiedliche Arten unterteilen.

Von kleiner bis mittlerer Größe sind die Drosseln und bei den meisten Arten weisen die Männchen und Weibchen eine gleiche Färbung ihres Gefieders auf. Sie leben überwiegend auf dem Boden oder auf Bäumen und kommen in vielen Lebensräumen vor.

Die einzige einheimische Drossel ist

die Amsel, bei der große Unterschiede der Geschlechter zu sehen sind. Auch die Körperlänge und die Flügelspannweite richten sich jeweils nach der Drosselart.

Die bekanntesten Arten der Drossel in unseren Breiten sind die Ringdrossel, Misteldrossel, Singdrossel, Wacholderdrossel, Rotkehlchen, Blauschwanz, Blaukehlchen und die Rotdrossel, um nur einige zu nennen.

Die Nahrung und die Nahrungssuche der Drossel

In der Regel ernähren sich die Drosseln vor allem von Obst und Beeren, doch auch die tierische Nahrung ist für sie wichtig, selbst wenn sie von einigen Arten nur in geringen Mengen benötigt wird. Hierfür werden bevorzugt Regenwürmer gewählt, genauso werden andere Wirbellose verzehrt, wie Insekten, Blattläuse, Spinnen, Schnecken und Co.

Die Suche nach Nahrung erfolgt bei den Drosseln überwiegend am Boden, dabei wird sehr geräuschvoll das Laub umher geschleudert, damit ihnen kein Leckerbissen entgeht. Es wird nach verschiedenem Kleingetier gesucht, welches den Speiseplan der Drosseln bereichert.

Sogar aus der Erde werden von einigen Drosselarten die Regenwürmer gezogen, dabei sind sie so geschickt, dass die Würmer nicht zerreißen. Sehr zum Leidwesen von den Hobbygärtnern
suchen die Drosseln auch ihre Nahrung in Gärten und bedienen sich gerne an Obst und Beeren.

Die Brutzeit der Drosseln

Bereits Ende Februar beginnt bei einigen Drosseln die Brutzeit, andere lassen sich wiederum bis Anfang März Zeit. Drosseln bauen ihre Nester meistens hoch in den Astgabeln von Bäumen. In der Regel endet die Brutzeit in unseren Regionen im August.

Während dieser Zeit paaren sich die Drosseln zwei bis drei Mal und bei jedem Gelege legt das Weibchen zwischen vier bis sechs Eier. In der Regel sind zum Ende der Brutzeit jedoch meistens nur noch zwei bis drei Eier vorhanden. Etwa 14 Tage werden die Eier bebrütet und anschließend schlüpfen die Jungvögel. Sie sind etwa nach zwölf bis 15 Tagen flügge, werden jedoch noch einige Tage weiter gefüttert.

Bei Drosseln kommt es häufig zu den so genannten Schachtelbruten, wobei eine zeitliche Überschneidung von zwei Bruten stattfindet. Bevor die Jungvögel flügge werden, verpaart sich das Weibchen aufs Neue und legt wieder Eier, die sie dann zu bebrüten beginnt.

Drosseln im Winter füttern

Mit der Fütterung von Drosseln im Winter sollte erst begonnen werden, wenn der Boden mit einer Schneedecke vollkommen bedeckt ist bzw. wenn der erste Frost herein bricht. Dann sollte allerdings die Fütterung auch regelmäßig vorgenommen werden.

Bei diesen Witterungen finden die Drosseln kaum noch ausreichend Futter und verbrauchen bei ihrer Suche sehr viel Energie. Durch den hohen Energieverlust kann die Körpertemperatur nicht mehr gehalten werden, die die Drossel gegen die Kälte schützt.

Die Winterfütterung sollte am besten mit Futterspendern vorgenommen werden,

denn dann kann das Futter nicht mit Kot verschmutzt werden. Ebenfalls sollte man darauf achten, dass das Futter so angebracht wird, das es nicht durchnässt wird von Regen, Schnee und starkem Wind, denn dann kann es schnell verderben oder sogar vereisen.

Drosseln zählen zu den so genannten Weichfutterfressern und bevorzugen Kleie, Haferflocken, Meisenknödel, Rosinen und Obst. Es sollte keine salzige Nahrung oder Brot verfüttert werden.