Haus

Resol Hartschaum – Vor- & Nachteile des Wanddämmstoffs

Wird auch zur Fassadendämmung eingesetzt: Resol Hartschaum.

Auch wenn unser Haus nicht mit Resol Hartschaum gedämmt wurde, lag uns eine gute Dämmung dennoch am Herzen. Resol Hartschaumplatten zählen zu den künstlichen, aber leider nicht gerade günstigen Dämm-Materialien. Dort wiederrum gehören sie in die Kategorie der organischen geschäumten Dämmstoffe. Genauer gesagt handelt es sich bei diesem Material um einen duroplastischen Kunststoff, hauptsächlich bestehend aus dem Grundstoff Bakelit. Der vollsynthetische Kunststoff Bakelit basiert auf Phenolharz. Resolhartschaum zeichnet sich aus durch eine feine, geschlossene Zellstruktur.

Mögliche Einsatzgebiete

Verwendet werden können die Resolharzplatten zur Dämmung

  • von Fassaden im Wärme-Dämm-Verbund-System (WDVS), mit Ausnahme von erdberührten Wänden
  • von hinterlüfteten Fassaden
  • von Fußböden
  • von Steil- und Flachdächern
  • unter der Decke
  • bzw. zur Kerndämmung bei einer mehrschaligen Bauweise

Vorteilhafte Produkteigenschaften

Weil Resolharz-Dämmplatten einen sehr hohen Dämmwert haben, ist nicht so viel Material erforderlich. Dies wirkt sich vor allem bei einer nachträglichen Fassadendämmung als besonders vorteilhaft aus. Denn dort wird meist ein möglichst geringer Wandaufbau gewünscht. Vergleicht man die Wärmeleitfähigkeit von 0,022 W/mk mit der von Mineralwolle ergibt sich ein fast doppelt so guter Wert. Das bedeutet, dass die Resolharz-Dämmung um die Hälfte dünner ausfallen kann als bei der Mineralwolle. Mit einer ungefähr 140 Millimeter dünnen Resol Dämmplatte soll sich bereits ein Passivhausstandard erreichen lassen. Eine 80 Millimeter dünne Resol Dämmplatte soll etwa den gleichen Dämmwert haben wie eine 120 Millimeter Platte aus Polystyrol (EPS). Resol Hartschaum ist eingestuft in die Brandschutzklasse B1, also schwer entflammbar. Der Nachteil dieses Dämmstoffs ist der Preis, der deutlich höher liegt als der von anderen künstlichen Dämmstoffen.

Hersteller

  • Ein Wärmdedämm-Verbundsystem für Fassaden mit Dämmplatten aus Resol-Hartschaum und mineralischen Edelputzen bietet Weber Saint-Gobain: www.sg-weber.de/waermedaemmung-wdvs/weber-guide/produkte/wdvs-systeme/webertherm-plus-ultra.html
  • Ebenfalls ein außenseitig anzubringendes Wärmdedämm-Verbundsystem mit Dämmplatten aus Resol-Hartschaum und der selbstreinigenden Fassadenfarbe Lotusan bietet Sto AG Deutschland: www.sto.de/101143_DE
Alternativen zu Resol Hartschaumplatten in dem Bereich der künstlichen Dämmstoffe sind unter anderem folgende:
  • Blähglimmer
  • Blähperlite
  • Blähton
  • Calciumsilicat
  • Extrudiertes Polystyrol (XPS)
  • Expandiertes Polystyrol (EPS)
  • Mineralschaumplatte
  • Polyuretham (PUR)
  • Schaumglas
  • Mineralfaserdämmstoff

Fazit

Für welchen Dämmstoff man sich auch immer entscheidet, wichtig ist die Wärmeleitfähigkeit des jeweiligen Materials. Diese wird in Lambda (W/mK) gemessen. Je niedriger dieser Wert ist, umso höher ist der Dämmwert. Wir haben uns, um uns später über niedrige Heizkosten freuen zu können, für ein KfW-70 Haus entschieden. Das heißt, das Haus muss entsprechend so gedämmt werden, dass es den nach der EnEV 2009 vorgeschriebenen Energieverbrauch um mindestens 30 Prozent unterschreitet.

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