Sumpfdeckelschnecken sind fast auf der ganzen Welt verbreitet. Sie bewohnen den Grund bewegter Gewässer, also von Tieflandflüssen und auch Uferzonen von Seen. Dort kriechen sie auf dem Boden umher.

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Erkennungsmerkmale
  • Sumpfdeckelschnecken haben ein etwa 5 cm großes Gehäuse. Es ist rechtsgewunden.
  • Die Schnecken besitzen einen festen Deckel, der mit dem Fuß verwachsen ist und der das Gehäuse fest verschließen kann.
  • Die Männchen sind etwas kleiner als die Weibchen und besitzen einen verdickten Fühler. Er dient als Geschlechtsorgan.
  • Die Oberfläche des Gehäuses ist durch Zuwachslinien fein strukturiert.
  • Die Farben des Gehäuses können recht unterschiedlich sein, von grünlichbraun bis schwärzlich mit rotbraunen Bändern.
  • Die Augen sitzen an der Basis der Fühler, allerdings auf kurzen Zapfen.
  • Der Körper der Sumpfdeckelschnecke ist dunkelbraun mit orangegelben oder goldgelben Punkten.
  • Die Sumpfdeckelschnecke besitzt einen breiten Fuß. Dieser verhindert das Einsinken in den weichen Teichgrund.
Lebensbedingungen
  • Die Schnecken mögen verkrautete Teiche mit einem Schlamm- oder Sandboden.
  • Der ideale pH-Wert liegt zwischen 7 und 8. Das Wasser sollte weich sein.
  • Europäische Sumpfdeckelschnecken kommen auch mit Temperaturen über 25 ˚C zurecht.
  • Werden die Temperaturen zu hoch und der Sauerstoff knapp, kriecht die Schnecke zur Wasseroberfläche und verharrt dort
    bewegungslos. Sie durchdringt die Wasseroberfläche aber nicht.
  • Bei guten Lebensbedingungen können Sumpfdeckelschnecken 4 bis 10 Jahre alt werden.
Ernährung
  • Diese Schnecken fressen Algen und Bakterien, Detritus (zerfallene organische Substanzen) und vermodernde Pflanzen. Sie können aber auch Plankton und Nahrungspartikel aus dem Wasser filtern.
  • Die Filterung erfolgt durch Schleimfäden, die an der Kiemenbasis gebildet werden. Die Schnecke frisst die Schleimfäden samt den daran haftenden Partikeln.
  • Bei Nahrungsmangel verfallen die erwachsenen Tiere in eine Art Starre.
Vermehrung
  • Sumpfdeckelschnecken sind getrenntgeschlechtlich. Sie bringen lebende Jungen zur Welt, 30 bis 60 Stück im Laufe eines Jahres. 
  • Die kleinen Schnecken werden dem Alter nach geboren. Sie kommen vollständig entwickelt zur Welt und tragen Borsten auf ihrem Gehäuse, die später ausfallen.
  • Die Paarung erfolgt mit Hilfe des verdickten und zum Geschlechtsorgan umgebildeten Fühlers des Männchens.
  • Außer während der Winterruhe erfolgen die Paarungen und Geburten ganzjährig.
  • Das Erreichen der Geschlechtsreife ist von der Wassertemperatur abhängig.
  • Im Frühjahr geborene Schnecken sind schon mit 3 Monaten geschlechtsreif, im Herbst geborene erst mit 8 Monaten.
Überwinterung
  • Die Sumpfdeckelschnecke hält Winterruhe.
  • Sie gräbt sich in den Teichgrund ein.
  • Die Schnecken nehmen keine Nahrung zu sich, sie leben von ihren Reserven.
  • Dauert der Winter zu lange, überleben viele der Schnecken nicht.