Als Spritzschutz auf Wegen wird gerne Drainagekies eingesetzt. Denn dieser ist günstig, lässt sich leicht ausbringen und stellt eine einfache Möglichkeit dar, Hauswände zu schützen und den Keller trocken zu halten. Bei der Auswahl der Kies Art und der Körnung gilt es jedoch, einige Faktoren zu berücksichtigen. Um welche es sich handelt, erfahren interessierte Heimwerker hier.

Funktion und Eigenschaften

Die Funktion des Drainagekieses liegt darin, Wasser möglichst gleichmäßig versickern
zu lassen. Zudem gibt der Kies dem Wasser Zeit, im Boden aufgenommen zu werde - wobei er gleichzeitig als Spitzschutz dient. Die Kiesauflage dient also einerseits der Drainage und dem Ablaufen des Wassers und andererseits dem Schutz von Hauswänden.

Daher kann er beispielsweise auch als sogenannte Ringdrainage eingesetzt werden. Hierbei wird ein Kiesring rund um das Haus gelegt, wodurch Wasser besser abgeführt werden kann und es sich beispielsweise vermeiden lässt, dass Feuchtigkeit und Flüssigkeit in den Keller beziehungsweise in die Hauswände eindringen.

Gewaschen oder ungewaschen?

Drainagekies wird gewaschen und ungewaschen angeboten. Wenn möglich, sollte die gewaschene Variante gewählt werden, denn diese wird bei Kontakt zu Wasser nicht verschlämmen und kann die Flüssigkeit somit besser abführen.

Körnungen und Bodenart

Der Drainagekies wird in verschiedenen Körnungen angeboten. Erhältlich im Handel sind unter anderem:
  • 0 bis 2 Millimeter
  • 2 bis 8 Millimeter
  • 8 bis 16 Millimeter
  • 16 bis 32 Millimeter
Möglich sind auch Mischungen aus den Körnungsgrößen, wobei unter anderem 8 bis 32 beziehungsweise 8/32 Millimeter üblich sind. Diese Unterschiede in der Größe machen sich nicht nur beim Kaufpreis bemerkbar. Die Körnungsgröße hat auch einen Einfluss auf das Versickerungsverhalten und sollte daher passend zur jeweiligen Bodenart ausgewählt werden. Generell gilt, je schwerer und dichter der Boden, desto größer
sollte die Kieskörnung sein. Für einen lehm- oder tonhaltigen Boden sollte 16 bis 32 oder 8 bis 32 Millimeter gewählt werden. Für lockere, sandige Böden reichen kleinere Körnungen aus.

Frostbeständig

Nicht in jedem Handel werden Kiessorten angeboten, die speziell auf die Drainage ausgelegt sind. Bei der Auswahl sollte jedoch darauf geachtet werden, dass die Kiessorte zum einen der notwendigen Körnung entspricht und zum anderen frostbeständig ist. Das trifft nicht automatisch auf alle Kiesvarianten zu. Wer sich unsicher ist, sollte daher vor dem Kauf gezielt nachfragen. In der Regel geeignete Sorten sind unter anderem:
  • Flusskies
  • Leerkies
  • Frostschutzkies

Preisvergleich

Kies - KörnungDie Preise für den Drainagekies werden entweder nach dem Volumen oder nach dem Gewicht angegeben. Für einen Kubikmeter müssen zwischen 30 und 40 Euro eingerechnet werden. Für 25 Kilogramm können sich die Kosten zwischen 3 und 9 Euro bewegen. Aufgrund der teils sehr unterschiedlichen Kosten sollten vor dem Kauf Preise verglichen werden, da sich hier ein großes Sparpotential bietet. Bei diesem Preisvergleich ist auf die folgenden Punkte zu achten:
  • ist das Schüttgut gewaschen oder ungewaschen
  • werden Volumen oder Gewicht angegeben
  • um welche Körnungsgröße handelt es sich
Die Kosten sind nur dann direkt vergleichbar, wenn es sich bei den Produkten um Varianten mit den gleichen Eigenschaften handelt. Bei den Preisen sollten zudem die Kosten für die Anlieferung beziehungsweise den Transport verglichen werden. Abhängig vom Händler können diese ebenfalls sehr unterschiedlich ausfallen.

Auswahl und Ausbringen

Um Kieswege auszuwählen und anzulegen ist nicht viel Aufwand erforderlich. Beachtet werden müssen lediglich die folgenden Punkte:

1. Kieskörnung passend zum Boden auswählen. Für schwere Böden sollte eine grobe Körnung gewählt werden. Bei saugfähigeren, lockeren Böden darf die Körnungsgröße kleiner ausfallen.

2. Gewaschene Kiessorten neigen nicht zum Verschlämmen und leiten das Wasser besser ab. Wird ungewaschener Kies gewählt, sollte dieser vor dem Ausbringen gründlich gespült werden. Hierbei ist zu beachten, dass der Wasserverbrauch - gerade bei längeren und breiteren Wegen - sehr hoch ausfallen kann. Meist ist es daher kostengünstiger, direkt gewaschenen Kies zu wählen.

3. Damit das Schüttgut auf dem Weg bleibt, sollte eine Begrenzung angebracht werden. Rasenkantensteine bieten sich an. Alternativ kann auch eine Vertiefung angelegt werden. Dabei sollten die Ränder leicht verdichtet werden, damit das Wasser ebenfalls nicht zur Seite entweichen kann.

4. Das Schüttgut wird im vorgesehenen Bereich ausgebracht und hier mit einer Harke gleichmäßig verteilt. Es sollte jedoch nicht verdichtet werden, da hierdurch die Drainagefunktion beeinträchtigt werden

kann.