
Nicht nur im klassischen Rot eine Augenweide: der Ritterstern.
Pflanzen im Haus schaffen eine freundliche Atmosphäre. Neben all dem Grün sorgen blühende Zimmerpflanzen für hübsche Hingucker. Gerade im Winter bieten Blühpflanzen eine willkommene Abwechslung. Eine Auswahl an Pflanzen, die mir besonders gut gefallen, habe ich für Euch zusammengestellt.
Beliebte Blühpflanzen für Innen
Azalee
Bisher hatte ich leider wenig Glück mit der hübschen Pflanze. Die Azalee verzeiht Pflegefehler selten.
- Empfohlen wird, die Azalee hell, maximal halbschattig zu stellen.
- Wichtig ist regelmäßiges Gießen. Achtung! Staunässe wird dennoch nicht vertragen.
- Azaleen mögen feucht-kühles Klima, ein Standort neben der Heizung ist nicht zu empfehlen.
- Nach der Blütezeit sollte sich eine mehrere Wochen andauernde Ruhephase anschließen, in der mäßig gegossen und auf Düngergaben gänzlich verzichtet wird.
- Nach der Ruhephase ist die Zugabe von Dünger alle zwei Wochen ratsam. Rhododendrondünger ist gut geeignet.
Orchidee
Sie ist mittlerweile in zahlreichen Variationen erhältlich: die Orchidee. Die Pflege gestaltet sich je nach Sorte unterschiedlich. Hybride, also Kreuzungen, sind für Anfänger in der Regel besser geeignet, da sie Pflegefehler leichter verzeihen.

Eine filigrane Blühschönheit ist auch die Orchidee.
Generell kann man jedoch sagen, dass…
- Orchideen nicht in Blumenerde wachsen. Luftdurchlässige Orchideensubstrate sind gut hingegen geeignet.
- Fäulnis der Hauptgrund für den Tod von Orchideen ist. Gegossen werden sollte mäßig. Hebt den Topf an, um zu überprüfen, ob die Pflanze Wasser braucht. Fühlt er sich leicht an, kann gegossen werden. Gut geeignet zum Gießen ist Regenwasser. Viele Orchideenbesitzer tauchen ihre Pflanzen wöchentlich in ein Wasserbad. Wichtig: Pflanzen gut abtropfen lassen. Vermeidet unbedingt Staunässe.
- die Zugabe von Orchideendünger alle 2-4 Wochen empfehlenswert ist. Im Handel angeboten wird spezieller Orchideendünger.
Ritterstern
Landläufig wird der Ritterstern noch immer als Amaryllis bezeichnet, botanisch korrekt ist dies jedoch nicht. Rittersterne als auch Belladonnalilien wurden einst zur Gattung Amaryllis zusammengefasst, später gliederte man die Rittersterne jedoch wieder aus und schuf die eigene Gattung Hippeastrum.
Die Pflege der Amaryllis ist nicht allzu zeitintensiv. Empfehlenswert ist jedoch, um sich an regelmäßiger Blütenpracht freuen zu können, dass ein Pflegerhythmus eingehalten wird:
- Im Januar wird der Ritterstern mäßig, aber regelmäßig gegossen.
- Nach der Blüte (zumeist im Februar) werden die verwelkten Blüten als auch der Stil abgeschnitten.
- In den darauffolgenden zwei Monaten wird weiterhin regelmäßig gegossen.
- Die Zugabe von Flüssigdünger ist im Mai als auch Juni und Juli zu empfehlen.
- Ab August wird das Gießen gänzlich eingestellt, die Ruhephase des Rittersterns beginnt.
- In den folgenden Monaten ruht die Pflanze, idealerweise in einem etwas kühleren (um die 15°C) Raum, der gern auch dunkel sein darf.
- Im November wird der Ritterstern schließlich umgetopft. Achtet darauf, dass etwa die Hälfte der Zwiebel aus der Erde ragt. Brutzwiebeln können ebenso umgesetzt werden. Ehe diese blühen, dauert es jedoch einige Jahre.
- Ab Dezember (zu der Zeit, wo auch die meisten Rittersterne im Handel angeboten werden) beginnt man, vorsichtig zu gießen. Die Pflanze zieht in ein helles Zimmer um. Temperaturen um die 20°C sind optimal.
Bei den Rittersternen, die ich zu Hause habe, habe ich den exakten Rhythmus bisher jedoch nicht eingehalten. Eine meiner Rittersternpflanzen, die zumeist im Februar blüht, steht im warmen Wohnzimmer und ist ganzjährig grün. Es ist sicher möglich, dass diese bei Einhalten der Ruhezeiten noch blütenreicher wäre. Eine weitere Pflanze, die ich mir neulich gekauft habe, werde ich wahrscheinlich nach exaktem Schema pflegen – allein, um einen ungefähren Vergleich zu bekommen.

Viel zu schade, um es nach der Saison zu entsorgen: das Alpenveilchen.
Alpenveilchen
Es ist gerade während der Wintermonate ein Verkaufsschlager: das Alpenveilchen. Vielfach wird das Alpenveilchen mittlerweile nur als Saisonpflanze angesehen, die nach der Blüte weggeschmissen wird. Dabei lässt sich die Pflanze viele Jahre lang immer wieder zum Blühen bringen.
Wichtig ist, dass das Alpenveilchen…
- hell, jedoch nicht zu warm steht. Temperaturen von 10-15°C sind optimal.
- regelmäßig, aber mäßig gegossen wird. Man gießt am besten von unten, um ein Faulen der Knolle zu verhindern. Staunässe ist unbedingt zu vermeiden.
Usambaraveilchen
Eine sehr hübsche und blühintensive Pflanze ist das Usambaraveilchen.
Die Pflanze mag…
- einen hellen Standort, der jedoch ohne direkte Sonneneinstrahlung auskommt.
- Temperaturen um die 20°C
- eine höhere Luftfeuchtigkeit und feuchte Erde. Achtung! Kalkarmes, nicht zu kaltes Wasser ist zum Gießen ideal. Am besten gießt Ihr von unten bzw. taucht den Wurzelballen, damit die Blätter nicht nass werden und faulen.
Die Vermehrung der Pflanze ist übrigens kinderleicht. Man trennt ein Blatt von der Mutterpflanze ab und steckt dieses in frische Erde. Bereits nach rund anderthalb Monaten zeigen sich erste junge Blättchen.
Zugegeben: unter meinen Lieblingsblühpflanzen finden sich keine Exoten. Neuzüchtungen, die mit besonders schönen Farbgebungen überzeugen, lassen den Kauf des fünften Rittersterns oder des dritten Usambaraveilchens dennoch völlig logisch erscheinen. Findet Ihr nicht? ;-)







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