Wein selber machen - Anleitung

Wein selber machen - Anleitung

Die Weinherstellung ist eine Wissenschaft für sich. Für den Hausgebrauch und die Herstellung von Wein für den Selbstverbrauch reicht ein wenig Grundlagenwissen aus, dazu muss man kein ausgebildeter Winzer sein.

Grundausstattung

Gärballon
Abdeckung für Gärgefäß und Gäraufsatz
Kunststoffschlauch zum Absaugen
Flaschen und Korken
Öchsle-Waage
Zusätze
Zusätze werden benötigt, um den Gärprozess in Gang zu bringen.
Antigel zur Fermentierung der Früchte
Reinzuchthefe und Hefenährsalz um den Gärvorgang zu beschleunigen
Milchsäure, um den Säuregehalt zu erhöhen
Kaliumpyrosulfit um die

Entwicklung unerwünschter Mikroorganismen zu verhindern
Kohlesaurer Kalk zur Neutralisation unerwünschter Säuren
Kieselsol, Gelatine oder Tannin, um den Wein zu klären, für den Fall, das er dies nicht von allein tut (z.B. Stachelbeerwein)

Anleitung

Früchte

Die Früchte müssen sauber und möglichst trocken sein. Nur gesundes und sauberes Obst ergibt einen gesunden, harmonischen Wein. Bei empfindlichen Früchten wie Erdbeeren wäscht man die Früchte nicht groß, da sie dadurch viel Aroma verlieren.  Beeren werden einfach
zerquetscht, Steinobst muss nicht extra entsteint werden. Kernobst wird ordentlich zerkleinert, darf aber nicht zu Brei werden.

Auf keinem Fall darf das Obst, die Säfte oder die Maische wegen der vorhandenen Fruchtsäfte mit Metall in Berührung kommen! Bedenken sollte man auch, das unreifes Obst weniger Zucker und Fruchtaroma hat, dafür aber ein Übermaß an Säure.

Saft oder Maischegewinnung

Die Früchte werden zerkleinert. Die so entstandene Fruchtmaische wird in der Regel kalt gepresst, es sei denn, man möchte eine Maischgärung durchführen. Durch die Kaltpressung tritt keine Geschmacksveränderung ein und die Vitamine bleiben erhalten.

Gäransatz

Von den Früchten liefern nur Weintrauben, Äpfel und evtl. Birnen einen Saft, der meist ohne Zusätze einen harmonischen Wein ergibt. Bei einigen Früchten wie Tafeläpfel und -birnen muss Säure zugesetzt werden, viele Beeren sind dagegen sehr säurereich. Da muss der Säuregehalt herabgesetzt werden.  Man verdünnt deshalb mit Wasser oder setzt kohlensauren Kalk zu. Bei Zuckermangel muss Zucker zugeführt werden.

Gärung

Die Gärung ist der wichtigste Vorgang bei der Herstellung alkoholischer Getränke. Hervorgerufen wird sie durch Hefen. Reinzuchthefen sorgen für die besten Ergebnisse. Während des Gärvorganges muss der Wein beobachtet werden.  Der Gärverschluss darf nicht austrocknen, damit keine Luft an den Wein kommt.

Ende der Gärung

Dass die Gärung abgeschlossen ist, erkennt man daran, dass sich keine Gasbläschen mehr bilden, wenn man an dem Gärgefäß rüttelt. Dann ist es Zeit, den Behälter an einen kühleren Ort zu bringen, damit sich die Hefe und die so genannten Trubteilchen absetzen können. Der Satz kann durch ein feines Tuch gefiltert werden. Zur weiteren Klärung, aber auch zur Verbesserung der Haltbarkeit und zum Schutz vor Bakterienbefall wird eine leichte Schwefelung vorgenommen. Je 10 Liter Jungwein verwendet man bis 1 Gramm Kaliumpyrosulfit.

Bei kühler Lagerung und unter Luftabschluss sieht der Wein seiner Reife entgegen.

Umfüllung

Als letztes wird der Wein in Flaschen abgefüllt und verschlossen.