Kieselalgen im Teich entfernen und bekämpfen

Kieselalgen sind kein schöner Anblick im GartenteichKieselalgen sind in einem Teich keine Seltenheit, im Gegenteil. Kieselalgen können sich bereits nach kürzester Zeit zeigen, durch die im Wasser vorhandenen Silikate (Kieselsäure), bilden und vermehren sich Kieselalgen recht schnell. Eine unerwünschte und ärgerliche Angelegenheit für alle Teichbesitzer.

Allerdings kann diese Art von Algen auch ein Zeichen von zu schlechten Zuständen in dem Teich sein, beispielsweise wenn der Boden zunehmend verschlammt ist, oder der Filter. An sich ist diese Form von Algen keine Gefahr für

die Pflanzen, Dekorationsgegenstände und den Teich, sie zerstören nichts und Pflanzen leiden nicht unter dieser Form der Algen. Dennoch vermehren sie sich rasant und bilden somit unschönen Schleim, der die Optik stört und der Teich verschleimt mehr und mehr. Was für einen Teichbesitzer, der seinen Teich stets pflegt und sich an ihm erfreuen möchte, eine große Katastrophe darstellt.

Die Entstehung

Kieselalgen leben in einem Gehäuse, dieses Gehäuse besteht aus zwei Teilen und diese Teile sind im Normalfall miteinander verbunden. Vermehren sich die Algen, teilen sich die Teile des Gehäuses, jetzt wird jedes fehlende Teil des Gehäuses neu gebildet, somit geht ihre Vermehrung schnell von statten und ist schon in nur wenigen Wochen deutlich sichtbar. Bevorzugt legen sie sich an Ränder und an den Grund des Teichs ab, je mehr Platz sie einnehmen je mehr breiten sie sich schließlich auch auf Steine, Dekorationen und Pflanzen aus. Bevorzugt leben sie in Bereichen die nicht gut oder gar nicht beleuchtet sind, hier ist ihr Lebensraum und sie können sich nach Herzenslust ausbreiten.

Kieselalgen erkennen

Manche Teichbesitzer erkennen den Unterschied zwischen Kieselalgen und Schmieralgen nur schwer, dabei sind Schmieralgen Bakterien und gehören zu den Cyanophyceen. Wobei Schmieralgen eine gallertartige Struktur besitzen sind Kieselalgen frei von gallertartigen Strukturen, sie fühlen sich in etwa wie Schleifpapier an und besitzen somit eine raue Oberfläche.

Merkmale der Kieselalgen:
  • Fleckig oder flächige Beläge auf den Pflanzen
  • Die Flecken lassen sich einfach entfernen, zum Beispiel mit einem Schwamm
  • Braune Rückstände auf der Haut wenn man mit den Findern darüber fährt
  • Die Algen haben eine raue Oberfläche
Beseitigung

Oft zählen sie zu den ersten Siedlern eines Teichs - die Kieselalgen. Dabei muss allerdings nicht gleich eine Bekämpfung erfolgen, da sie in den Regelfällen wieder von alleine verschwinden und das so schnell, wie sie gekommen sind. Bevor eine Bekämpfung der Algen notwendig ist, kommt es darauf an welches Ausmaß die Entwicklung der Kieselalgen genommen hat und wie weit sie sich in geraumer Zeit verbreitet haben. Hält das Problem allerdings länger an und wird es zunehmend größer, kommt man um eine Beseitigung nicht herum.
Die Beseitigung erfordert Zeit und Sorgfalt, doch um einen schönen und ansehnlichen Teich zu haben, lohnt sich der Aufwand.
In diesem Fall sollten alle betroffenen Stellen und Pflanzen abgewischt werden. Augenscheinlich sind die Kieselalgen dann verschwunden, doch leider täuscht der Eindruck, die Lebensformen sind nach wie vor vorhanden und müssen grundlegend bekämpft werden.

Wie der Name schon sagt, leben Kieselalgen von Kieselsäure (Silikate), das ist ihr Nährstoff um sich vermehren zu können und den Teich mit ihrer schleimigen
Konsistenz einzunehmen. An diesem Punkt muss also angesetzt werden. Besonders hartes

Wasser ist reichlich mit Kieselsäure besetzt, ein Paradies für Kieselalgen. Um hier das Problem an den Schopf packen zu können, muss das Problem im Kern getroffen werden und das ist das Wasser. Hier sollte möglichst Osmosewasser verwendet werden. Ein anderer aber zusätzlicher Schritt ist es den pH-Wert im Teich niedrig zu setzen. Die Kieselalgen finden mit diesen Maßnahmen keine Nährstoffe.

Kieselalgen vermehren sich besonders in silikatreichem WasserEine weitere Möglichkeit, die auch zusätzlich genutzt werden kann, ist die Beleuchtung. Die Algen lieben Stellen die im Dunkeln liegen und Schattenbereiche, dort sammeln sie sich gerne und vermehren sich rasant. Daher ist eine ausreichende Beleuchtung im und am Teich, zu empfehlen. Auch nach der Änderung des Wassers und des pH-Werts sollte eine Beleuchtung vorgenommen werden, somit schließen sich immer mehr Faktoren aus, die Nahrungsquellen für Kieselalgen sind.

Kieselalgen bekämpfen mit anderen Teichbewohnern

Die Maßnahmen um die Algen zu bekämpfen sind sichtlich zeitintensiv und fordern Geduld. Eine andere Möglichkeit ist es, mit anderen Tieren in dem Teich die Kieselalgen loszuwerden. Hier zeigen sich Schnecken besonders produktiv, da sie sich von den Algen ernähren und stets hungrig sind. Außer Schnecken bieten sich auch Flusskrebse gut an. Flusskrebse und Schnecken können außerdem zusammengehalten werden und sorgen zusätzlich dafür, dass das Gleichgewicht in einem Teich erhalten bleibt. Auch sogenannte Saugwelse wie Farnowella, Otocinclus und Ancistrus können Abhilfe schaffen, da sie sich ebenfalls von Kieselalgen ernähren.

Fazit

Sollte die Bekämpfung ohne andere Teichbewohner stattfinden, muss in jedem Fall der Teich komplett gereinigt werden:
  1. Reinigung von Teich, Pflanzen und anderen Dekorationsgegenständen.
  2. Ein wichtiges Hauptmerkmal ist der Boden des Teichs, dieser sollte sorgfältig gereinigt werden, da sich die Kieselalgen dort sehr wohlfühlen. Der Boden liegt im Schattenbereich und eine gute Beleuchtung ist dort meist nicht gegeben.
  3. Nach der Reinigung das im Artikel empfohlene Wasser verwenden.
  4. Den im Teich bestehende pH-Wert herabsetzen.
  5. Den Teich gut beleuchten. Außenbeleuchtungen reichen nicht zwangsläufig aus, daher sollte auch für eine gute Innenbeleuchtung im Teich gesorgt werden.
Werden diese Maßnahmen und Reinigungen wie empfohlen ausgeführt, sollte das Problem mit Kieselalgen nicht mehr bestehen und Teichbesitzer können wieder Freude an ihren Gartenteich haben.

Wissenswertes zu Kieselalgen in Kürze
  • Kieselalgen sind meistens die ersten Besiedler eines neuen Aquariums. Dabei ist es egal, ob es sich um ein Süß- oder Meerwasseraquarium handelt.
  • Kurz nach der Neueinrichtung findet man Kieselalgen vor. Das liegt daran, dass zu dieser Zeit oft eine hohe Konzentration von Silikaten im Wasser vorhanden ist.
  • Kieselalgen muss man nicht sofort bekämpfen. Vielmehr verschwinden sie im Regelfalle von selbst, wenn das Silikat aufgebraucht ist.
  • Oder zumindest lässt sich ihre Population im ungefährlichen Rahmen halten.
  • In einem gut gepflegten Becken werden sie keine Schwierigkeiten machen.
Kieselalgen sind eine recht anspruchslose Algenart. Sie benötigen wenig Licht. Im Umkehrschluss heißt das, man muss nur für gute Lichtverhältnisse sorgen und die Kieselalgen werden nie zu einer Plage. Das ist aber auch wieder falsch: Im Grunde genommen haben Kieselalgen bei schlechter Beleuchtung nur eine Chance, weil die Wasserpflanzen nur ein geringes oder gar kein Wachstum haben. Sie verbrauchen demzufolge keine Nährstoffe, die Kieselalgen erhalten ein Überangebot an Nährstoffen und können sich explosionsartig vermehren. Außerdem vertilgen Fische wie Welse und Barben recht gerne Kieselalgen, so dass sie mit deren Einsatz natürlich bekämpft werden. Gute Helfer sind dabei zum Beispiel:
  • Schnecken,
  • Blenniden
  • und auch die vielen vorhandenen Mikroorganismen.
Da es sich bei Kieselalgen um Plankton handelt, werden sich ebenfalls Planktonfänger und Kleinkrebse an den Kieselalgen erfreuen. So dürfte es ein Leichtes sein, sein Meerwasseraquarium vor einer Überbesiedlung durch Kieselalgen zu schützen.