Gemüsegarten & Gemüse

Während es für unsere Eltern und Großeltern noch selbstverständlich war, im Garten auch ein großes Gemüsebeet anzulegen, wurde es im Verlauf späterer Jahre zunächst rar um Hobbygärtner, die dem Selbstversorgerprinzip huldigten. Während Blumenbeete und hübsche Rabatten für viele Hobbygärtner nach wie vor dazu gehörten, beschränkte sich der Gemüseanbau im Garten auf ein Mindestmaß. Aktuell erleben wir jedoch eine Renaissance des klassischen privaten Gemüsegartens. Gesunde Ernährung und das Achten auf qualitativ hochwertige Speisen veranlassen auch immer mehr junge Menschen, zumindest einen Teil der benötigten Gemüsesorten selbst anzubauen. Junge Eltern möchten dem Nachwuchs zeigen, wo ihr Essen eigentlich herkommt. Knackige Möhren frisch aus dem Beet ernten, den Salat fürs Abendessen  einfach im Gemüsebeet ernten und Zuckerschoten als gesunde Nascherei für Zwischendurch genießen – für viele bedeutet der eigene Gemüsegarten auch ein großes Stück Lebensqualität. Anbau & Pflege – einen Gemüsegarten unterhalten

Möhren- und Radieschensamen werden direkt ins Beet verbracht und wachsen recht schnell. Doch auch viele Gemüsesorten, die zur Gartensaison im Handel  bereits als Jungpflanzen angeboten werden, können leicht aus Samen gezogen werden.
  • Nachteil gegenüber dem Jungpflanzenkauf ist, dass es etwas länger dauert, ehe die Pflanzen groß und erntereif sind.
  • Praktisch sind auch Samenbänder, ein idealer Abstand der Pflanzen ist hier bereits vorgegeben.
  • Achtung! Junge Pflanzen (ganz besonders Salatpflanzen) sind auch für Schnecken ein Festmahl. Hauben, die über die Jungpflanzen gesetzt werden, sollen helfen. Für Nützlinge im Garten unschädlich, zur Abwehr von Schnecken aber sehr effektiv, ist auch Schneckenkorn.
Exoten und Klassiker im Gemüsegarten

In den meisten Gemüsegärten finden sich klassische Gemüsesorten, etwa Tomaten und Kartoffeln.  Dass auch diese mittlerweile in zahlreichen Variationen erhältlich sind, macht die Auswahl dennoch riesig.
  • Kleine Cocktailtomaten, große Fleischtomaten, aber auch seltene Sorten, die ganz im Kontrast zu herkömmlichen roten Tomaten in gelb daherkommen, lassen sich im heimischen Garten anbauen. 
  • Beim Kartoffelanbau im Garten sind es längst nicht nur die althergebrachten Sorten, die bevorzugt werden. Wer wenig Platz hat, beschränkt sich zumeist auf Besonders. Lilafarbene Kartoffel etwa, die unter Gourmets besonders beliebt sind.  
Praktisch: das Hochbeet als Gemüsebeet

Neben dem klassischen Beet am Boden sind auch Hochbeete als Gemüsebeete gefragt.  
  • Die Pflege ist einfacher, lästiges Bücken entfällt.
  • Insbesondere bei schlechten Böden macht ein Gemüsehochbeet Sinn
  • Schädlinge, die Ihre Ernte gefährden, können leichter abgewehrt werden. Mäuse etwa werden durch ein am Hochbeetboden angebrachtes  Gitter gehindert.
  • Beim Anlegen eines Hochbeets werden zudem allerlei Gartematerialien – angefangen von Baumschnitt bis hin Kompostmaterial – verwendet, idealer Zeitpunkt, um ein Hochbeet anzulegen, ist daher der Herbst. 
Ganz gleich, ob klassisches Gemüsebeet am Boden oder praktisches Hochbeet, regelmäßige Pflege ist wichtig. Neben dem Gießen ist es vor allem das Lockern der Erde mit einer Harke bzw. das Entfernen des Unkrauts, was von Zeit zu Zeit nötig wird.
 


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