Schneckenzaun selber bauen

Schneckenzaun selber bauen Salat- und Gemüsebeete sind Schnecken oft schutzlos ausgeliefertEin Schneckenzaun kann einem im Garten jede Menge Ärger ersparen. Denn für viele Hobbygärtner ist Schneckenbefall ein Graus. Der Schneckenzaun ist sehr einfach konstruiert, so dass keine umfangreichen Vorkenntnisse für das Bauen des Zauns benötigt werden. Trotzdem sorgt dieser Zaun dafür, dass die Schnecken nicht mehr in die Anbauflächen gelangen können.

Für den Schneckenzaun werden Platten aus Kunststoff benötigt. Hier kann man zum Beispiel alte Platten benutzen, die schön länger in der

Garage oder im Keller nutzlos rumliegen.

Was wird für einen Schneckenzaun benötigt?
  • Halterungsklemmen
  • Kunststoff-Bastelplatten (gibt es auch im Baumarkt)
  • Stichsäge
  • Sekundenkleber für Plastik
Für den Bau des Schneckenzauns ist Pattex Sekundenkleber für Plastik besonders zu empfehlen. Denn dieser wurde speziell für das Arbeiten mit Kunststoff entwickelt. Außerdem ist er lösungsmittelfrei, so dass er auch in der Nähe von Lebensmitteln problemlos verwendet werden kann. Nach einer kurzen Antrock-Zeit können die Teile, die mit dem Kleber verklebt wurden, dann über Nacht zunächst aushärten.

Anleitung - Schneckenzaun bauen

Bevor es mit dem Bauen losgehen kann, muss zunächst das Beet abgemessen werden, für welches der Zaun gedacht ist. Wenn man von einer Größe von 200 x 200 cm ausgeht, dann werden folgende Teile benötigt: Insgesamt vier Platten: Eine mit einer Länge von 200 cm und einer Höhe von 25 cm, vier Platten mit einer Höhe von 200 cm x 10 cm, vier 2 cm breite Streifen an Kunststoff mit einer Länge von 200 cm.
  • Das erste Stück dient dabei als eigentlicher Zaun und demnach auch zur Abwehr der Schnecken. Ausreichend Schutz bietet dies noch nicht.
  • Wer einen sicheren Schneckenzaun bauen möchte, der benötigt noch zusätzlich einen Kletterschutz.
  • Daher wird die zweite Kunststoffplatte einfach an die erste geklebt und zwar in einem Winkel von 45 Grad.
  • Nun sollte alles entweder gut festgehalten werden, oder wenn Halterungsklemmen vorhanden sind, diese nutzen um es zu stützen.
Wenn der Sekundenkleber dann ausgetrocknet ist, kann es weitergehen. Zuletzt benötigt der Zaun noch die kleine sogenannte Nase. Diese sorgt dafür, dass die Nacktschnecken spätestens hier ihren Halt verlieren und auf den Boden fallen. So besteht keine Chance das Beet zu erreichen. Wenn alles über Nacht getrocknet ist, dann kann es mit dem Einbau des Schneckenzauns losgehen.
  • Dafür muss zunächst ein etwa 10 cm tiefer Spalt um das gewählte Beet herum gegraben werden.
  • So können die vier Seiten des Zauns dann nacheinander eingelassen werden und aneinander ausgerichtet werden.
  • Anschließend müssen die vier Spalten noch zugeschüttet werden, um sie zu fixieren.
  • Alle Eckpunkte werden dann ebenfalls mit Sekundenkleber verklebt, damit keine Lücken mehr übrig bleiben.
Tipp: Bei Bedarf kann der Zaun auch noch mit weiteren Befestigungsmaterialien versehen werden, wie zum Beispiel
Schnur oder Draht, falls einem die Konstruktion zu unsicher erscheint.


Schnecken sind schwer aufzuhalten: Es muss aber nicht immer Gift eingesetzt werdenSchneckenzaun aus Kupfer

Eine weitere sehr beliebte Form ist der Schneckenzaun aus Kupfer. Der Aufbau gestaltet sich fast genauso wie beim oben bereits beschriebenen Zaun, nur dass hier ein anderes Material verwendet wird. Dieser sieht zwar nicht gerade schön aus, doch hier reicht meist

ein sehr schmaler Streifen aus, um die Schnecken vom Beet fernzuhalten.

Wie funktioniert ein Schneckenzaun aus Kupfer?

Den dünnen Streifen legt man dabei einfach nur auf den Boden um das jeweilige Beet herum. Danach wird er fixiert, damit er nicht wegfliegen kann oder vom Regen weggeschwemmt wird. Allerdings sollte man sich hier im Klaren darüber sein, dass Kupfer giftige Stoffe enthält, die sogar für den Menschen gefährlich werden können. Schnecken haben hier die richtige Intuition und spüren sofort, dass dieser Streifen nichts Gutes bedeutet, so dass sie direkt fernbleiben. Die giftigen Stoffe, die sich im Kupfer befinden, schädigen die Schleimhaut der Schnecken, da diese mit dem Kupfer oxidiert.  Den Kupferstreifen sollte man daher mit Bedacht verwenden. Zusätzlich dazu kann dieser noch mit Blättern oder ähnlichem verdeckt werden, so dass er nicht für jeden ersichtlich ist.

Der elektrische Schneckenzaun

Eine weitere Variante ist der elektrische Schneckenzaun. Dieser kann eingesetzt werden, wenn man wirklich hartnäckige Schnecken hat. Ideal ist es auch wenn man mehrere Methoden miteinander kombiniert. Beim elektrischen Schneckenzaun handelt es sich nämlich um einen Kunststoffzaun, der ungefährliche und leichte Stromleitungen besitzt. Auch so werden die Schnecken vom Beet fern gehalten. Zusätzlich dazu sollte man auch immer mal wieder Schnecken per Hand entfernen. Dazu muss man einfach ein paar Bretter auslegen. Unter diesen Brettern können sich die Schnecken dann tagsüber verstecken, was sie in der Regel auch tun. Anschließend kann man sie dann aufsammeln und woanders hinsetzen.

Biologische und chemische Methoden gegen Schnecken

Wenn der Schneckenzaun trotzdem nicht den gewünschten Erfolg bringt, dann hat man noch die Wahl zwischen biologischen und chemischen Methoden. Die beliebtesten Mittel in diesem Bereich sind so zum Beispiel Schneckenkorn. Hier ist aber Vorsicht geboten, denn Schneckenkorn ist auch für andere Tierarten giftig. So können auch geliebte Haustiere eine Vergiftung erleiden, wenn sie mit dem Schneckenkorn in Berührung kommen. Besser sind wiederum biologische Methoden. Dabei setzt man einfach noch andere beliebte Pflanzen zum Beispiel zwischen dem Salat und Co, die sie auch gerne mögen. Dann können die Schnecken sich an den anderen Pflanzen satt essen und die anderen Nutzpflanzen bleiben verschont.

Schneckenzäune oder biologische Mittel sind der beste Weg, um Gemüse und Blumen zu schützenWissenswertes zu Schneckenzäunen in Kürze

Wenn man seine kleine Gemüseplantage im eigens erstellten Gemüsegarten also schützen möchte, muss man sich etwas gegen diese kleinen Biester einfallen lassen. Die einfachste Methode ist natürlich ein kleiner Schneckenzaun, denn dieser stellt für die Nacktschnecken und auch für andere Schneckenarten ein großes Problem dar.
  • Die wichtigste Eigenschaft eines Schneckenzaun ist eine Außenoberfläche, die so glatt ist, dass keine Schnecke eine Chance hat, über dieses Hindernis in den Gemüsegarten zu gelangen.
  • Des Weiteren stellt ein solcher kleiner Zaun natürlich auch eine schöne Dekoration um den Gemüsegarten herum dar, so dass man auch neben dem Fernhalten der lästigen Nacktschnecke etwas davon hat.
Um diesen Zaun selbst zu bauen, sollte man sich also Metallleisten in einer Breite von ca. 15 cm kaufen. Es gibt extra Leisten, die gerade für diesen Zweck hergestellt werden, also eine extrem glatte Oberfläche aufweisen. Diese Metallleisten stellt man einfach in Form eines Zaunes um den Gemüsegarten herum und befestigt diesen natürlich so, dass er vom Wind oder Ähnliches nicht umgestoßen werden kann.

Man kann zwar auch Holzpalisaden verwenden, diese schützen jedoch nicht so gut, da - wie bereits erwähnt - die Oberfläche so glatt sein muss, dass die Nacktschnecke im Grunde keinen Halt findet.

Preislich gesehen gibt es natürlich große Unterschiede, denn die extra zu diesem Zweck hergestellten Metallleisten kosten ca. das Vierfache von denjenigen Leisten, die beispielsweise aus Holz bestehen. Allerdings ist einem dieser Betrag sicherlich angenehmer, als immer und immer wieder auf frisches Gemüse verzichten zu müssen, weil Nacktschnecken den Gemüsegarten sozusagen zerstört haben.