Die Samtpfoten können im Garten hilfreich sein bei der Jagd nach Mäusen. Problematisch sind ihre Ausscheidungen wie der Katzenurin. Dieser äußert sich durch einen beißenden Geruch, denn im Vergleich zum Kot, graben die Katzen dafür keine Kuhlen, die sie verschließen. Mit einfachen Mitteln kann der Uringeruch überdeckt und durch Hausmittel zur Katzenabwehr werden die Tiere von sensiblen Bereichen ferngehalten werden.

Katzen in Gärten

Grundsätzlich gibt es keine rechtliche Grundlage, die Katzen aus Gärten verbannt. Im Vergleich zu Hunden dürfen sie ihrer Natur folgen und

ungehindert in den Nachbargärten herumstreunen. Nicht jeder Gartenbesitzer hat eine besondere Freude mit den Tieren und vor allem nicht mit ihren Hinterlassenschaften. Hier muss jeder Gartenbesitzer selbst aktiv werden, damit sich die Tiere vom Garten fernhalten.

Katzen gänzlich fernhalten

Katzen sind vor allem in der Dämmerung bzw. in der Nacht aktiv. Selbst die Tiere zu verjagen ist daher meist unmöglich, weshalb auf technische Hilfsmittel zurückgegriffen werden muss. Im Handel gibt es eine Reihe von Hilfsmittel wie Zaunaufbauten, die es den Tieren unmöglich machen darüber zu klettern. Auch mit elektrischen Zäunen für Kleintiere lassen sich die Katzen fernhalten.

Hinweis: Die Abwehrmethoden müssen in einer ortsüblichen Verhältnismäßigkeit sein. Vor allem darf den Tieren kein Schaden zugefügt werden, sonst können rechtliche Konsequenzen die Folge sein.

Nur begrenzte Wirkung zeigen Ultraschallgeräte. Zwar zeigen diese im ersten Moment Wirkung, aber viele Tiere, dazugehören auch Wühlmäuse, scheinen sich rasch an das Geräusch zu gewöhnen. Effizienter sind hier Geräte, die ihre Frequenz innerhalb eines Bereiches ändern, wodurch unterschiedliche Geräusche ausgesendet werden.

Tipp: Wenn Sie einen neuen Zaun bauen, achten Sie gleich darauf ihn sicher vor Katzen zu machen. Sehr hohe und glatte Oberflächen geben den Tieren keine Chance.

Mittel zur Katzenabwehr

In der Regel lassen sich Katzen auch bekämpfen, wenn sie immer wieder gestört werden. Katzen sind an sich sehr ruhige Tiere, die feste Gewohnheiten haben. Wenn sie in diesen Gewohnheiten immer wieder gestört werden, dann suchen sie sich neue Orte, wo sie sich wohlfühlen.

Rindenmulch

Sollte sich eine Katze Ihre Gartenfläche als neues Revier auserkoren haben, sollten Sie sich im ersten Schritt eine Wasserpistole zulegen. Wasser gefällt den Katzen überhaupt nicht und sie verschwinden schnell. Ein paar gezielte Spritzer auf das Tier fügen ihm keinen Schaden zu und machen Ihren Garten zu einem unbeliebten Platz.
In Gemüsebeeten eignen sich folgende Mittel, um Katzen rauszuhalten:
  • Mulch
  • Äste und Zweige
  • Dornsträucher

Vor allem das Mulchen bewährt sich in doppelter Weise, denn der Boden wird gleich mit Nährstoffen versorgt. Werden Zweige noch dazu mit Dornen wie vom Rosenrückschnitt ausgelegt, finden sie ebenfalls keine geeigneten Plätze, um sich dort hinzulegen oder ihr Geschäft zu verrichten.

Katzenurin entfernen

Hat es eine Katze doch geschafft und vielleicht an einer Stelle wie der Terrasse uriniert, sollte der Urin rasch entfernt werden. Katzen können unterschiedliche Krankheiten auf den Menschen übertragen. Vor allem für Schwangere geht von den Ausscheidungen von Katzen eine zusätzliche Gefahr aus, denn sie können die sogenannte Toxoplasmose übertragen.

Zum Entfernen des Urins wird folgendermaßen vorgegangen:

  • Gummihandschuhe anziehen
  • Stelle mit warmem Wasser Grundreinigen
  • Geeigneten Haushaltsreiniger auftragen
  • Reiniger gegebenenfalls einwirken lassen
  • Reiniger wieder abwaschen
  • abschließend noch einmal mit warmem Wasser darüberwischen

Oft kann es sein, dass dieser Vorgang mehrmals wiederholt werden muss. Wichtig ist, dass die verwendeten Reinigungshelfer wie Handschuhe, Eimer oder Reinigungstuch danach desinfiziert werden, denn bei einer weiteren Verwendung können nicht nur Krankheitserreger verbreitet werden, sondern auch der Geruch wird möglicherweise an andere Stellen übertragen.

Der Geruch des Urins ist das Hauptproblem. Selbst sehr aggressive Reiniger können den Uringeruch nicht gänzlich überdecken. Er verfliegt zwar im Laufe der Zeit, was allerdings Wochen dauern kann. Zudem markiert der Uringeruch für Katzen eine interessante Stelle, wo wie möglicherweise wieder zum Urinieren hingehen.

Mittel gegen Uringeruch

Kaffeegeruch gegen KatzenDamit der Uringeruch nicht erneut Katzen anzieht, sollte er durch Gerüche, die im günstigsten Falle sogar für die Nase der Katze unangenehm ist, überdeckt werden.
Dazu gehören:

  • Zitrusdüfte
  • Kaffeesatz
  • Maisstärke
  • Backpulver
  • Mundwasser

Maisstärke und Backpulver haben zwar keinen intensiven Eigengeruch, sie können dafür Gerüche sehr gut binden. Die Mittel werden dazu einfach auf die betroffene Stelle aufgetragen. In der Regel müssen wie aber nach mehreren Tagen entfernt bzw. erneuert werden. Vor allem Maisstärke oder Backpulver muss nach einigen Tagen erneuert werden, denn sie nehmen nur begrenzt Gerüche auf.

Katzenfreundliche Ecken

Der Kampf gegen ungewollte Katzen in Gärten kann für Besitzer manchmal zur Herausforderung werden. Oft ist eine friedliche Koexistenz die einzige Lösung. Dazu bieten sich katzenfreundliche Ecken in entfernten Ecken im Garten an. Solche Plätze können beispielsweise mit kleinen Naschereien für die Tiere attraktiv gemacht werden. Vor allem Plätze wie feinkrümelige oder trockene Erde, wie sie sie auch in Gemüsebeeten vorfinden, sind ideal für sie. Dort liegen sie nicht nur gerne in der Sonne, sie werden auch als Katzentoilette

genutzt.