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Landhausgarten anlegen

Ganz, gleich ob ein Garten auf die naturnahe Bewirtschaftung umgestellt oder ein Grundstück erst erworben werden soll, ohne Planung im Kreis der Familie geht es nicht. Und auch für die jährliche Anbauplanung sind schriftliche Aufzeichnungen sehr nützlich.

In ...



den meisten Fällen ist ein Garten am Haus schon vorhanden. Größe und Lage stehen fest. Im Wesentlichen ist die Planung daher auf eine innere Umgestaltung nach naturnahen Prinzipien beschränkt.
Mehr Gestaltungsfreiheiten hat man beim Neukauf eines Grundstücks. Extreme Hanglagen oder Mulden, sind keine bevorzugten Standorte für einen Landhausgarten. Auch staunasse Flächen oder hoch anstehendes Grundwasser schränkt die spätere Nutzung erheblich ein.

Ansprüche an den Garten

Wenn ein ansprechendes Grundstück gefunden ist, muss überlegt werden, ob seine Größe mit der beabsichtigten Nutzung übereinstimmt. Liebhaber großer Bäume sind mit einer handtuchgroßen Fläche schlecht bedient, ein ausgewachsener Walnussbaum benötigt mindestens 100 Quadratmeter Standfläche. Zudem ist der garten nicht nur zum Arbeiten da, auch Freizeit und Spiel sollte genügend Platz einkalkuliert werden. Der typische Landhausgarten, indem Nutzpflanzen, Rasen und Rabatten ausreichend Platz haben, sollte ca. 600qm groß sein, nach oben gibt es kaum Grenzen.

Auf die Lage kommt ...



es an

Bei der Planung dürfen der Kompostplatz und natürlich die verschiedenen Beete oder ein Geräteschuppen nicht vergessen werden. Bei der Anordnung der einzelnen Flächen müssen Sie deren Funktionen bedenken. Das Küchenkräuterbeet sollte von der Küche auf kurzen Wegen erreichbar sein, der Spielplatz vom Haus aus eingesehen werden können, und gerade bei großen oder schmalen Gärten ist die Kompostmiete im entferntesten Eck fehlplaziert.

Wege im Garten

Gleichermaßen zweckmäßig und naturnah lassen sich Wege gestalten. Hauptwege sollten so beschaffen sein, dass sie auch nach einem Dauerregen mit einer beladenen Schubkarre befahren werden können. Hierfür bieten sich die verschiedenen Natursteinpflaster an.
Besonders ästhetisch wirken solche Wege, wenn sie nicht mit dem Lineal gezogen sind. Nebenwege dürfen schmaler und einfacher sein. Oft reichen Trittplatten völlig aus. Sie sollten aber leicht geneigt sein, damit Regenwasser gut abläuft.
Die Wege zwischen Gemüsebeeten müssen eher funktionalen Ansprüchen genügen. Praktisch sind selbst gezimmerte Lattenkonstruktionen, die leicht wieder entfernt werden können. Die Beete selbst sollten etwa 1m breit sein, so lassen sich alle Arbeiten ohne große Verrenkungen verrichten.

Der richtige Zaun

Auch die Umfriedung des Gartens kann durchaus zweckmäßig, umweltgerecht und zugleich ansprechend sein. Ein Staketenzaun aus unbehandeltem Holz ist recht langlebig, wenn dieses keinen Bodenkontakt hat. In abgeschrägte obere Zaunenden dringt das Regenwasser kaum ein. Nur Zaunpfähle selber benötigen eine Kesseldruckimprägnierung. Hecken dienen als lebende Zäune. Sie sind zwar arbeitsaufwendiger als tote Konstruktionen, aber bei entsprechender Gestaltung auch wertvoller für die Umwelt. Größere Gärten können mit Hecken aus standortgerecht zusammengestellten Wildgehölzen umgeben werden.

Aber auch schnittverträgliche Hecken zum Beispiel aus Buchsbaum oder Feldahorn sind möglich. In Hecken finden nistende Singvögel und viele nützliche Insekten einen durch Menschenhand geschaffenen Lebensraum. Zudem lockert der Heckenschnitt den häufig zu feuchten Kompost auf. Im Landhausgarten wird natürlich darauf geachtet, dass nistende Vögel möglichst störungsfrei brüten können, weshalb Hecken erst ab Mitte August oder im Winter gestutzt werden.



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