Landhausgarten anlegen - Ideen zur Gestaltung

Im Landhausgarten findet man die typische Pflanzenvielfalt eines Bauernhofmilieus widerZu einem hübschen Häuschen im Landhausstil gehört in jedem Fall ein passender Garten. Landhausgärten sind sehr beliebt, da sie an das unbeschwerte, idealisierte Landleben erinnern und sich als recht pflegeleicht erweisen. Bei einem Landhausgarten kommt es mehr auf die gelungene Kombination als auf ein perfektes Design an. Sie dienen meist der Erholung und Entspannung nach einem Tag im Büro oder durchaus zur Selbstversorgung mit Gemüse und Obst. Darum sind die meisten Landhausgärten auch unterschiedlich aufgeteilt.



Am Haus ist meist ein großes Beet mit vielen bunten Gartenblumen geplant, das die Aussicht im Sommer unvergleichlich macht. Zudem dienen sie der Hausherrin oft für ihren Blumenschmuck im Haus. Landhausgärten sehen meist wild wuchernd aus, sollten allerdings doch ebenfalls sorgfältig geplant werden, um möglichst wenig Arbeit dadurch haben. Denn der reiche Pflanzenwuchs war immer dafür gedacht, das Unkraut in Schach zu halten und ihre Bewohner zu erfreuen. Einer Planung bedarf durchaus auch das Gemüsebeet, da sich bei guter Konzeption Pflanzen gegenseitig gegen ihre schlimmsten Schädlinge schützen können.

Gestaltung des Landhausgartens

Ein Landhausgarten ist der richtige Ort, um mal so richtig die eigene Seele baumeln zu lassen. Darum werden die Landhausgärten oft mit viel Liebe zum Detail angelegt. Zudem ist er recht günstig in der Gestaltung, weil die verwendeten Elemente auch mal rostig oder verwittert sein dürfen. Wichtig ist das gelassene Lebensgefühl, das der ländliche Garten vermittelt. Er lässt sich auch problemlos auf kleineren Grundstück in Szene setzen. Die Planung dient vor allem der Entscheidung, wie viel Garten als Nutzgarten und als Ziergarten angelegt werden kann. Wer viel frisches Gemüse aus dem eigenen Garten möchte, sollte eher einen Nutzgarten anlegen. Dient er jedoch mehr der täglichen Entspannung, ist ein größerer Ziergarten angebracht.

Traditionell gehören in einen Landhausgarten neben der Pflanzen des eigenen Geschmacks auch interessante Ableger aus den Gärten der Nachbarn. Große Stauden werden geteilt und dann an die Nachbarn weitergegeben. Das spart Kosten bei der Bepflanzung und größere Staudenteile wachsen meist besser an. Sie zeigen auch schneller ihre Blütenpracht. Allerdings kann ein Garten im Landhausstil ganz individuell gestaltet werden, da es sehr variable Gestaltungselemente gibt. So können sowohl verschlungene wie schnurgerade Wege geplant werden. Die Einfassung der Beete mit einer Buchsbaumhecke ist ebenfalls optional. Gut macht sich auch ein aus Weidenstöcken geflochtener Zaun.

Dekoelemente im rustikalen Stil runden den Landhausgarten typischerweise abVarianten eines Landhausgartens

Landhausgärten bieten sehr viele Gestaltungsmöglichkeiten, wobei zunächst die Grundstücksform und die Größe des Gartens eine entscheidende Rolle spielt. Ein verschachteltes Gartengrundstück eignet sich zum Beispiel hervorragend zur Unterteilung für verschiedene Zwecke. So könnte ein Teil als Gemüsegarten und ein anderer Teil als Blumengarten genutzt werden, während der Rest als Rasenfläche für die Kinder zum Spielen angelegt wird. Idyllisch wirkt in einem Landhausgarten auch immer ein Natursee, dessen Anlage jedoch sehr zeitaufwändig und kostenintensiv ist. Ein typischer Landhausgarten wird in der Regel zunächst in groben Zügen angelegt. Das bedeutet für die Planung eine Anlage von Wegen, Beeten, einem Teich oder Wasserlauf oder einer Rasenfläche. Wer ein kleines Grundstück zu einem Landhausgarten umgestalten möchte, sollte klare, geometrische Formen bevorzugen, da sie hier besonders gut zur

Geltung kommen. Bei einem großen Grundstück bieten sich dagegen eher die verschlungenen und verspielten Gestaltungselemente an. Die exakte Ausgestaltung der Beete erfolgt erst im Laufe der Zeit, da einem Hobbygärtner öfter Stauden oder andere Setzlinge von den Nachbarn angeboten werden. Viele Hobbygärtner teilen ihre Gartenschätze durchaus gern mit ihren Nachbarn.

Beliebte Pflanzen
/>
  • Pfingstrose
  • Margerite
  • Lilie
  • Lupine
  • Frauenmantel
  • Katzenminze
  • Storchschnabel
  • Schmuckkörbchen
  • Rosen, besonders alten Sorten
  • Kletterrosen
  • Ringelblume
  • Ziertabak
  • Dahlien
  • Akelei
  • Fingerhut
  • Königskerze
Dekorative Elemente

Kein Landhausgarten gleicht dem anderen, was für die große Individualität der Gärten spricht. Trotzdem gibt es verschiedene Dekorationselemente, die sich in vielen ländlichen Gärten finden lassen. Dazu gehört auf jeden Fall eine Sitzbank zum Ausruhen. Sie kann entweder aus Holz oder auch Stein bestehen, doch nicht aus Kunststoff, der in einem natürlichen Garten als unpassend empfunden wird. Zudem bieten sich originelle Trittsteine, unregelmäßig gepflasterte Wege oder auch Kieswege an. Irgendwo sollte auch ein hübsches Vogelhäuschen untergebracht sein, da die prachtvollen Landgärten viele Insekten anziehen. Schön anzusehen ist ebenfalls ein Spalier als Rankhilfe für großblütige Kletterrosen oder Efeu. Zäune dürfen ruhig schon etwas angewittert oder selbstgebaut aussehen, wobei die Funktionalität immer gegeben sein sollte.

Bepflanzte Schubkarren dekorieren einen klassischen LandhausgartenEs gibt eine große Anzahl an unterschiedlichen Dekorationen, die ganz nach dem eigenen Geschmack verwendet werden können wie Vogelscheuchen oder Wasserspiele. Selbst kreierte Kunstwerke aus rostigen Gießkannen, Eimern oder dergleichen können ebenfalls zu besonderen Hinguckern werden.

Pflege des Landhausgartens

Die Pflegeintensität eines Landhausgartens richtig sich nach den Pflanzen und ein wenig nach der Art der Gestaltung. Jedoch legen die meisten Hobbygärtner ihn so an, dass er seine volle Blütenpracht entfaltet, ohne großartiger Pflege zu bedürfen. Rosen müssen ausgeschnitten und regelmäßig gedüngt werden, was auch für andere Pflanzen gelten kann. Durch den dichten Pflanzenwuchs hat aber das Unkraut meist wenig Chance, sich zu entfalten oder es wird durch Bodendecker reduziert. Verblühte Pflanzenreste sollten ebenfalls entfernt werden. Im Winter empfiehlt sich eine Abdeckung der bepflanzten Beete zum Beispiel mit Tannenzweigen, um die etwas frostempfindlichen Pflanzen zu schützen.

Fazit der Redaktion

Der Landhausgarten ist so beliebt, weil er seine Lebensfreude widerspiegelt und üppig wuchernd am schönsten ist. Er lässt sich sehr individuell gestalten und kann auch frisches Obst und Gemüse für den Eigenbedarf bieten. Kinder spielen gern in ihm und helfen mal bei der Pflege. Wird er so angelegt, dass er wenig Pflegearbeit braucht, ist er ideal für Hobbygärtner geeignet. Jedoch ist durch seine reiche Blütenpracht meist an irgendeiner Ecke etwas zu tun. Trotzdem ist der Landhausgarten der Liebling der meisten Hobbygärtner und der Gartenfreunde.

Anforderungen an das Grundstück
Mit der Planung eines Landhausgartens geht die Überlegung einher, ob die Größe des Grundstücks mit der beabsichtigten Nutzung übereinstimmt. Liebhaber großer Bäume sind mit einer handtuchgroßen Fläche schlecht bedient, ein ausgewachsener Walnussbaum benötigt mindestens 100 Quadratmeter Standfläche. Zudem ist der Garten nicht nur zum Arbeiten da, auch Freizeit und Spiel sollte genügend Platz einkalkuliert werden. Der typische Landhausgarten, indem Nutzpflanzen, Rasen und Rabatten ausreichend Platz haben, sollte ca. 600 qm groß sein, nach oben gibt es kaum Grenzen.

Lage des Landhausgartens
Bei der Planung dürfen der Kompostplatz und natürlich die verschiedenen Beete oder ein Geräteschuppen nicht vergessen werden. Bei der Anordnung der einzelnen Flächen müssen Sie deren Funktionen bedenken: Das Küchenkräuterbeet sollte von der Küche auf kurzen Wegen erreichbar sein, der Spielplatz vom Haus aus eingesehen werden können, und gerade bei großen oder schmalen Gärten ist die Kompostmiete im entferntesten Eck fehlplaziert.

Gartenwege strukturieren die verschiedenen Bereiche eines LandhausgartensWege im Garten
  • Hauptwege sollten so beschaffen sein, dass sie auch nach einem Dauerregen mit einer beladenen Schubkarre befahren werden können. Hierfür bieten sich die verschiedenen Natursteinpflaster an.
  • Besonders ästhetisch wirken solche Wege, wenn sie nicht mit dem Lineal gezogen sind. Nebenwege dürfen schmaler und einfacher sein. Oft reichen Trittplatten völlig aus. Sie sollten aber leicht geneigt sein, damit Regenwasser gut abläuft.
  • Die Wege zwischen Gemüsebeeten müssen eher funktionalen Ansprüchen genügen. Praktisch sind selbst gezimmerte Lattenkonstruktionen, die leicht wieder entfernt werden können.
  • Die Beete selbst sollten etwa 1 Meter breit sein, so lassen sich alle Arbeiten ohne große Verrenkungen verrichten.
Umzäunung / Umfriedung
  • Ein Staketenzaun aus unbehandeltem Holz ist recht langlebig, wenn dieses keinen Bodenkontakt hat. In abgeschrägte obere Zaunenden dringt das Regenwasser kaum ein. Nur Zaunpfähle selber benötigen eine Kesseldruckimprägnierung.
  • Hecken dienen als lebende Zäune. Sie sind zwar arbeitsaufwendiger als tote Konstruktionen, aber bei entsprechender Gestaltung auch wertvoller für die Umwelt.
  • Größere Gärten können mit Hecken aus standortgerecht zusammengestellten Wildgehölzen umgeben werden.
  • Aber auch schnittverträgliche Hecken zum Beispiel aus Buchsbaum oder Feldahorn sind möglich.
In Hecken finden nistende Singvögel und viele nützliche Insekten einen durch Menschenhand geschaffenen Lebensraum. Zudem lockert der Heckenschnitt den häufig zu feuchten Kompost auf. Im Landhausgarten wird natürlich darauf geachtet, dass nistende Vögel möglichst störungsfrei brüten können, weshalb Hecken erst ab Mitte August oder im Winter gestutzt werden.