Zimmerpflanzen für dunkle Standorte und Räume

UsambaraveilchenZimmerpflanzen in der Wohnung aufgestellt bringen nicht nur einen Hauch von Exklusivität, sie vermitteln auch Gemütlichkeit und Wohnlichkeit. Aber wenn man sich Zimmerpflanzen in die Wohnung holt, sollte man auf den richtigen Standort achten, damit sie gedeihen.

Vielen Zimmerpflanzen genügt ein dunkler Standort

Mit schönen Zimmerpflanzen kann die Wohnatmosphäre deutlich aufgelockert werden. Sie bringen in großen und kleinen Räumen eine schöne Wohnlichkeit. Aber damit die Pflanzen wachsen und gedeihen müssen sie natürlich am richtigen Platz stehen. Es gibt Pflanzen die lieben sonnige

Standorte und solche die lieber in dunklen Ecken, Fluren oder in dunklen Zimmernischen stehen. Für diese dunklen Standorte und Räume bietet sich die Schusterpalme an, Efeututen, Nestfarn, Grünlinien und der Philodendron. Diese Pflanzen gedeihen zwar auch am schattigen Südfenster, kommen aber auch in dunklen Ecken gut zurecht. Die Schusterpalme hat ihren Namen, da sie früher oft in dunklen Gewerberäumen wie Metzger oder Schuster zu finden war. Für zugige Plätze und Treppenhäuser bietet sich die Grünlilie an. Sie gehört botanisch zum Zimmerhafer und gilt als typische Büropflanze. Das fleißig blühende flammende Käthchen gehört auch zu den unempfindlichen Pflanzen die gerne im Dunkeln stehen. Gelegentliche Fehler in der Pflege macht den vorgenannten Pflanzen nichts aus.

Typische Symptome dass sich die Zimmerpflanze an ihrem Standort nicht wohlfühlt, sind lange und dünne Triebe, spärliches Wachstum. Auch der Blätterverlust ohne ersichtlichen Grund gehört dazu. Viele Pflanzen die diese "Krankheit" zeigen stehen meist an einem Nordfenster, wo der Lichteinfall nicht gut ist. Das heißt aber nicht, dass an diesem Standort keine Bepflanzung möglich ist, man muss den richtigen Kandidaten auswählen. Eine üppige Blütenfülle darf an dunklen Standorten nicht erwartet werden, aber eine Menge Blätter. Der Efeu mit seiner buntblättrigen Form explodiert praktisch an einem Nordfenster. Ebenso die Efeutute, die nichts mit dem Efeu zu tun hat, fühlt sich im kühlen Schatten wohl. Auch der Kletterficus, Zimmerfarne, Aralien, der Zimmerwein und die schönen Korbmaranten sind Bewohner in dunklen Standorten und Räumen.

Künstliche Lichtquellen für dunkle Räume

Efeututen sind ideale Topfpflanzen an dunklen StandortenSpeziell Farne lieben den Standort der für andere Pflanzen zu dunkel ist. Da Farne Waldbewohner sind kommen sie mit wenig Licht aus. Die tropischen Arten, die es das ganze Jahr über warm lieben, sind perfekte Bewohner für dunkle Bäder, Flure und Küchen. Manchmal lassen auch die Schattenliebhaber ihren Kopf hängen, immer dann wenn der Raum wirklich zu dunkel ist. Bei diesem Problem kann mit künstlichen Lichtquellen nachgeholfen werden. Es gibt sogenannte Pflanzenleuchten die man in der Nähe der Pflanzen anbringen kann. Sie bringen genügend Licht, damit auch andere Pflanzen die eher halbschattige Standorte bevorzugen ihren Platz dort finden. Das sind beispielsweise Zimmeraralien, Einblatt, Russischer Wein, Schefflera und der Drachenbaum. Man sagt über den Standort von Zimmerpflanzen, dass dieser sich an die geografische Herkunft halten soll. Experten sagen, je dunkler das Blattgrün ist, desto lieber steht die Pflanze in dunklen Ecken. Der Grund, dunkler Blätter besitzen mehr Blattgrünkörnchen, wodurch sie besser das Licht aufnehmen können. Was Zimmerpflanzen überhaupt nicht mögen, sind Räume mit stark wechselnden Tag- und Nachttemperaturen oder zugige Räume. Hängende und abfallende Blätter sind dann die Folge.

Palmen sind anspruchslose Zimmerpflanzen

Wer also eine dunkle Wohnung hat, die

nach Norden ausgerichtet ist und demzufolge viel Licht schluckt, sollte auf die Auswahl
seiner Zimmerpflanzen achten. So kann an ein Nordfenster die Buntnessel gestellt werden. Steht diese Buntnessel dunkel, so kann sie sich in Farben und Formen so richtig entfalten. Wer seinen dunklen Flur mit Pflanzen verschönern will, kann dazu auch eine Yucca Palme oder einen Ficus Benjamini nehmen. Diese Gewächse vertragen Schatten sehr gut. Ganz besonders gut gedeihen sie, wenn tagsüber ein paar Sonnenstrahlen in den Raum einfallen. Selbst schattenliebende Pflanzen brauchen etwas Licht, damit sie überleben können. Überhaupt sind Palmen anspruchslose Gewächse die einen dunklen Standort durchaus tolerieren und zudem noch pflegeleicht sind. Dazu gehört die Bergpalme, die Kentiapalme oder die Rhapsis.

Harfenstrauch kommt gut mit lichtarmen Standorten zurechtHier eine Übersicht über schattenliebende Pflanzen:
  • Schusterpalme (früher Metzgerpalme genannt)
  • Drachenbaum
  • Efeu
  • Farne
  • verschiedene Arten von Begonien
  • Zimmeraralie
  • Kastanienwein
  • Harfenstrauch
  • Goldblatt
Pflege von Schattengewächsen

Bei Pflanzen die gerne dunkel stehen, ist es wichtig, dass sich auf großen Blättern kein Staub ansammelt, da die Lichtaufnahme dadurch behindert wird. Man sollte kleinere Töpfe ab und zu mit lauwarmem Wasser abbrausen. Größere Pflanzen lieben es, wenn man sie mit einem feuchten Lappen abwischt. Sparsam kann man umgehen mit dem Gießen und Düngen, denn wo es dunkel ist, da wächst eine Pflanze nur langsam. Infolgedessen ist ihr Bedarf an Nährstoffen und Wasser gering. Zu den etwas ausgefallenere Arten gibt es Pflanzen deren Laub panaschiert ist. Diese Pflanzen brauchen mehr Licht. Soll beispielsweise die weiß-grüne Färbung beim Efeu bleiben, so sollte man sie an einen etwas helleren Ort stellen.

Generell kann gesagt werden, dass buntlaubige Gewächse mehr Licht brauchen, als die rein grünen. Da die Schattenpflanzen die im Dunkeln stehen langsamer wachsen, müssen sie auch nicht so oft umgetopft werden. Je kühler und je dunkler eine Pflanze steht, desto weniger Wasser verdunstet sie und ein Zuviel an Nährstoffen kann hier mehr schaden als nutzen. Man kann Zimmerpflanzen die ab und zu etwas Licht brauchen miteinander tauschen, so dass es in dunklen Ecken immer eine schöne Pflanze gibt. Viele Pflanzen fühlen sich nicht nur in dunklen Räumen wohl, sondern auch dann, wenn diese kühl sind, wie beispielsweise ein Flur oder ein Windfang.

Dunkel liebende und robuste Zimmerpflanzen:
  • Elefantenfuß
  • Kalanchoe (Madagaskarglöckchen oder Flammendes Kätchen)
  • Yucca-Palme
  • Bogenhanf
  • Drachenbaum
  • Efeutute
  • Grünlilie
  • Gummibaum
Grünlilien vertragen dunkle StandorteWissenswertes zu Zimmerpflanzen für dunkle Standorte

Für jeden Raum und für jede Ecke, sei sie noch so dunkel, gibt es die entsprechenden Zimmerpflanzen. Wenn man der Pflanze seinen richtigen Standort gibt, dann gedeiht sie auch in dunklen Nischen und Fluren. Auf die Bedürfnisse die die Pflanzen brauchen sollte geachtet werden, damit sie auch an dunklen Standorten und Räumen gebührend zur Geltung kommen. Zum Beispiel an Nordfenstern: Üppige Blütenfülle darf man hier nicht erwarten, aber es gibt durchaus eine Menge Pflanzen, die sich dort pudelwohl fühlen.
  • Kletterficus
  • Zimmerfarne
  • Aralien
  • Korbmaranten
  • Zimmerwein
Zu diesen Blattschönheiten gesellen sich auch einige schattenverträgliche Blüher: Usambaraveilchen, die Wachsblume, Fleißiges Lieschen, Hortensien, Fuchsien und die Nachtfalterorchidee. Pflanzen mit den eingangs erwähnten Problemen sollten jedoch besser an ein helleres Ost- oder Westfenster umziehen. Dort erholen sie sich rasch.

Empfindliche Pflanzen zeigen Lichtmangel mit folgenden Symptomen an:
  • Blattfall
  • schwache Geiltriebe
  • Blätter bleiben klein
  • Vergrünen buntblättriger Pflanzen
  • Spitzentrieb verkümmert
  • Blütenpflanzen bilden keine oder nur wenige Knospen
Gegenmaßnahmen bei Lichtmangel:
  • Gardine zurückziehen
  • Pflanzen möglichst nahe ans Fenster rücken
  • Ortswechsel zum Beispiel vom Nordfenster an einen hellen Standort
  • eine spezielle Pflanzenleuchte anbringen
Tipp: Staub schluckt viel Licht. Daher öfter mal Fenster putzen.

Usambaraveilchen sind schattenverträgliche ZimmerpflanzenGrundsätzlich brauchen alle Pflanzen ihrem Naturell entsprechend so viel Licht wie möglich Stimmen die Lichtverhältnisse nicht, den Standort verbessern oder aber eine spezielle Pflanzenleuchte installieren. Sonnenlicht aus der Steckdose: Genügt das vorhandene Tageslicht nicht, können Pflanzenleuchten Sonne frei Haus liefern. Mit mindestens 3.000 Lux sogar in fensterlose Räume. Im Winter ist eine Zusatzbeleuchtung vor allem im beheizten Zimmer sinnvoll. Die Pflanzen können hier nicht, wie zum Beispiel in kühlen Räumen, ihren Stoffwechsel drosseln.

Lichtintensität messen: Die Frage, ob sich eine Pflanze hier oder da wohler fühlt, beantwortet ein Luxumeter. Er zeigt an, wie viel Licht auf die Fläche fällt, und kann so den besten Platz ermitteln.