Gartenarbeiten im Jahresverlauf

Gartenarbeiten CollageEin Garten ist ein Ort der Entspannung, macht aber auch eine Menge Arbeit. Die meisten Hobbygärtner erledigen diese gern und ohne spezielle Anleitung, einfach aus dem Gefühl heraus. Vielen helfen dagegen eine gute Planung und ein paar Tipps, damit sie leicht durchs Gartenjahr kommen.

In unserem Gartenkalender erfahren Sie, welche Arbeiten in den speziellen Monaten vorgenommen werden sollten. Wir haben dabei in einige Rubriken unterteilt, damit die einzelnen Gebiete schneller gefunden werden. So wird unterschieden zwischen Gehölzen, Rosen, Stauden, Rasen, Kübelpflanzen, Sommerblumen (einjährige bis zweijährige), dem Nutzgarten und dabei speziell zwischen Gemüse, Kräuter und Obst. Dazu kommen der Gartenteich und das Gewächshaus. Sie erfahren Wissenswertes über die Pflege, das Pflanzen, das Schneiden, die Überwinterung, über Schädlinge und vieles, was man einfach wissen sollte, damit der Garten gedeiht.

Keine Lust auf Planung? - Warum ein Plan im klassisch angelegten Garten die Arbeit erleichtert

Der Garten wird von den meisten Gartenbesitzern aktiv gestaltet und sie verfolgen dabei in der Regel die Vorstellung eines geordneten, nach bestimmten Pflanzarealen gegliederten Aussehens Ihres Gartens. Ein in dieser Weise angelegter Garten entzieht sich vollkommen Ihrem berechtigten Wunsch, in dem Ihrer Erholung dienenden Garten nur dann etwas zu tun, wenn Sie auch Lust dazu haben.

Denn ein solcher Garten soll nach Meinung der meisten Gartenbesitzer auch immer gepflegt und aufgeräumt aussehen, und das bedeutet regelmäßige Arbeit: Sträucher müssen akkurat in Form geschnitten werden, verblühte Köpfe entfernt, Rasen gemäht, Wege geharkt, und alles, was sich von alleine zum Wachsen entschlossen hat, wird auch entfernt. Dann werden in solchen Gärten auch häufig fremdländische Gewächse kultiviert, die den Klimabedingungen bei uns eigentlich nicht gewachsen sind und deshalb jede Menge zusätzliche Pflege vom Gärtner erwarten. Das alles möchte zu ganz bestimmten Zeiten erledigt werden, und nicht, wenn Sie Lust dazu haben. Wenn Sie sich in einem klassisch bewirtschafteten Garten die Mühe machen, sich einen Plan für die Reihenfolge der Arbeiten anzulegen, bedeutet das im Ergebnis also weniger Arbeit für Sie.

Pflegeleicht wie die Natur

Wenn Sie deshalb keine Lust haben, Ihre Arbeiten im Garten nach den pflanzlichen Abläufen im Gartenjahr zu planen, weil Sie eigentlich überhaupt keine Lust haben, irgendwelche Arbeiten im Garten zu erledigen, sollten Sie vielleicht umdenken: In einem ökologisch bewirtschafteten Garten wird der Natur sehr viel mehr Raum gegeben, ihre Abläufe selbst zu regeln, das erspart Ihnen viel Planung und einiges an Arbeit. Meist wird sich mit dem ökologisch angelegten Garten auch Ihre Sichtweise auf Ihr natürliches Lebensumfeld etwas verändern, und das hat dann zur Folge, dass Sie auch im Hinblick auf die "Ordnung" im Garten immer entspannter werden. Natur ist nicht "ordentlich", jede eigenen Korrekturmechanismen überlassene Pflanzengesellschaft entwickelt im Gegenteil sogar ihre ganz eigene Ordnung.

Im naturnah bewirtschafteten Garten "müssen" Sie selten zu einem ganz bestimmten Zeitpunkt ganz bestimmte Arbeiten vornehmen. Die einzigen Abläufe, die Sie im naturnah angelegten Garten zeitgenauer beachten müssen, sind Arbeiten, die Ihnen die Pflanzen vorgeben, von denen Sie etwas ernten möchten. Aber bei diesen Arbeiten können sie sich zumindest sagen, dass sie ja "bezahlt" werden, nämlich durch die Ernte, für die Sie im Bioladen eine Menge bezahlen müssten ...

Kurzum: Klicken Sie sich einmal durch unser Gartenjahr und informieren Sie sich über die Gartenpflege im Jahresverlauf. Sie finden viele nützliche Tipps, damit ihr Garten ein Schmuckstück bleibt oder wird. Viel Spaß dabei.
Heckenschnitt im FrühlingDer Juni ist der sogenannte Rosenmonat. Viele der Pflanzen stehen in voller Blüte. Egal ob Bodendeckerrose oder Kletterrose, ob Rosenstamm oder Trauerrose, Rosen findet man in so gut wie jedem Garten. Zwar stellen sie einige Ansprüche an den Standort und es gibt auch zahlreiche Krankheiten und Schädlinge, mit denen die Pflanzen zu kämpfen haben, aber ihre Beliebtheit ist ungebrochen.
Blauregen in voller BlüteDer Sommer ist für Gartenbesitzer oft die schönste Zeit, ihren Garten genießen zu können. Freie Tage kann man auch mal mit Müßiggang verbringen, auch wenn noch nicht alle Arbeit getan ist. Der Garten bietet jetzt jede Menge optische Genüsse.
Wallnussbaum mit NussDie Zeit des Hochsommers geht zu Ende, der Spätsommer bricht an. Viele Stauden und Gräser blühen jetzt und verwandeln den Garten in ein Blütenmeer. Auch reifen viele Früchte und können geerntet werden, allen voran Äpfel und Birnen, Renekloden und späte Pflaumen.
Rosen schneidenAuch im September wird noch reichlich geerntet. Jetzt gibt es noch einmal jede Menge Obst und Gemüse. Die Tage werden kürzer, die Sonne verliert an Kraft, der Herbst naht mit großen Schritten. Der Altweibersommer ist eine schöne Zeit.
Rhododendren verschneidenDer Oktober lockt noch einmal mit schönen Tagen und oft mit reichlich Sonne. Auch ist er ein optimaler Pflanzmonat. Jetzt können noch Gehölze, Stauden, Rosen und Frühjahrsblumen gepflanzt werden. Gerade wurzelnackte Gewächse sind jetzt im Angebot und deutlich preiswerter, als ihre getopften Artgenossen.
Bäume im Herbst fällenIm November riecht die Luft schon nach Winter, nach Kälte und nach Schnee. Es gibt nur noch wenige Blüten im Garten. Dafür kann man sich noch an den farbenfrohen Heucheras und den Halmen vielen Gräser erfreuen, die sich im Wind wiegen.
Frostschutz für PflanzenIm Dezember ruht der Garten weitestgehend. Alles kommt zur Ruhe. Allerdings gibt es auch jetzt noch einiges zu tun. Wer mag, kann den Garten in der Adventszeit weihnachtlich schmücken. Dabei muss es nicht immer der klassische Weihnachtsbaum sein.
Mehltau an BlätternIm Mai ist der gesamte Garten voller Blüten. Viele Stauden, Sträucher und Bäume erreichen schon ihren Blütenhöhepunkt. Am beeindruckendsten sind die Rhododendren und Pfingstrosen. Im Garten sind die Blütenvielfalt und die Farben eine Augenweide.
Gehölze schneidenDer Monat April ist die Zeit der Obstbaumblüte. Überall sieht man die zarten Blüten. Aber auch Buschwindröschen erobern die Natur. Überall sprießt frisches Grün. Jetzt erwacht die Natur mit aller Kraft. Im Garten gibt es viel zu tun.
Kompost ausbringenDer März bringt immer mehr Farbe in die Gärten. Der Frühling ist eingeleutet. Narzissen, Krokusse, Blausternchen und die ersten Tulpen recken ihre Hälse der Sonne entgegen. Die Gartensaison beginnt und es gibt eine Menge zu tun.
Rhododendron im KübelDer Garten erwacht. Zwar geht es langsam, aber es ist erkennbar: Allerdings liegen der Zeitpunkt und die Geschwindigkeit an der Region. Am Oberrheingraben ist die Natur vorraus, im Bayrischen Wald und den anderen Bergregionen hinterher.
gartenarbeit5 caAuch im Januar, wenn der Garten ruht, können einige Arbeiten verrichtet werden. So ist diese Zeit ideal, um die Gartenwerkzeuge zu überprüfen.